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AOK Bayern erhöht Beitragssatz

Mittwoch, 15. Dezember 2021

/Corinna, stock.adobe.com

München – Die AOK Bayern steigert zum Jahreswechsel ihren Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte. Statt insgesamt 15,7 Prozent vom Bruttolohn verlangt sie ab Januar 15,9 Prozent. Das hat der Verwaltungsrat der mit rund 4,5 Millionen Versicherten mit Abstand größten gesetzlichen Krankenkasse im Freistaat beschlossen. Bei einem Brutto-Einkommen von 3000 Euro belaufe sich die zusätzliche monat­liche Be­lastung auf jeweils drei Euro für Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber, erklärte ein AOK-Sprecher.

Nach sechs Jahren ohne Erhöhung liege die AOK Bayern jetzt wieder genau auf dem Niveau des Durch­schnittsbeitrags, der nach Berechnungen der Bundesregierung notwendig ist, damit die Kassen ihre Aus­gaben decken können, sagte der Sprecher.

Ein Hauptgrund für die Anhebung seien Gesetzes­änderungen unter dem früheren Bundesgesundheits­minister Jens Spahn (CDU), durch die insgesamt höhere Ausgaben in der Gesundheitsversorgung ausge­löst worden seien.

Außerdem habe die AOK Bayern Rücklagen in Höhe von 520 Millionen Euro an den Gesundheitsfonds abführen müssen. Spahn hatte diese Maßnahme damit begründet, dass die Finanzen der gesamten ge­setzlichen Krankenversicherung während der Coronakrise stabilisiert werden sollten.

Mit der Erhöhung des Beitrags bekommen die Versicherten der AOK Bayern ein Sonderkündigungsrecht. Das heißt, sie können bis Ende Januar zu einer anderen Krankenkasse wechseln.

Vor der Entscheidung der AOK Bayern, ihren Beitragssatz auf 15,9 Prozent anzuheben, hatten unter an­derem die drei größten bundesweiten Kassen bekannt gegeben, dass sie mit einem stabilen Beitrags­satz ins nächste Jahr gehen.

Sowohl bei der Techniker Krankenkasse als auch bei der Barmer und der DAK hat der Vorstand eine ent­sprechende Empfehlung gegeben, die von den Aufsichtsräten noch bestätigt werden muss. Barmer und DAK ziehen jeweils 16,1 Prozent vom Bruttolohn ihrer Mitglieder ein. Der Beitragssatz der TK beträgt 15,8 Prozent. © dpa/aerzteblatt.de

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