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Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien schnellt hoch, Portugal schränkt öffentliches Leben ein

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Patienten stehen für einen Antigentest vor einem öffentlichen Gesundheitszentrum in Madrid Schlange. Angesichts des Anstiegs der Coronainfektionen in den letzten Wochen und angesichts von Familientreffen während der Weihnachtsfeiertage entscheiden sich viele Menschen für die Antigentests, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern./dpa, EUROPA PRESS, Cézaro De Luca

Madrid – In Spanien ist die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages um fast 50.000 gestiegen und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Sieben-Tage-Inzidenz sprang auf 424 nach 377 am Vortag, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte.

94 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit Corona gestorben. Die neue Omikron-Variante mache in Madrid schon 80 Prozent aller Neuinfektionen aus, schrieb die Zeitung El País.

Fast so hoch wie jetzt waren die Ansteckungszahlen zuletzt im Januar. Der große Unterschied zur dama­ligen Situation ist, dass seither mehr als 80 Prozent der Menschen in Spanien eine Grundimmunisierung erhalten hätten, indem sie zweimal geimpft wurden oder einmal mit Johnson & Johnson.

Die meisten der Infizierten weisen deshalb keine oder nur leichte Krankheitssymptome auf. Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Coronapatienten wurde mit 1.472 angegeben, 30 mehr als am Vor­tag. Sie belegten damit 15,77 Prozent aller Kapazitäten in diesem Bereich.

Die meisten spanischen autonomen Gemeinschaften, die in etwa deutschen Bundesländern entsprechen, und die Zentralregierung sträuben sich gegen eine deutliche Verschärfung der Coronamaßnahmen. Nur Katalonien kündigte die Schließung des Nachtlebens, nächtliche Ausgangsbeschränkungen sowie Ein­schränkungen der Auslastung von Gaststätten und Freizeiteinrichtungen und der Teilnehmerzahl von Treffen im privaten Bereich an. Die muss jedoch noch von der Justiz bestätigt werden.

Ministerpräsident Pedro Sánchez will am Nachmittag bei einer Videokonferenz mit den Präsidenten der autonomen Gemeinschaften über Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sprechen.

Angesichts der auch in Portugal stark steigenden Coronazahlen hat die Regierung für Silvester geplante Einschränkungen des öffentlichen Lebens vorgezogen. Ab dem 25. Dezember werde die Arbeit von zu­hause überall dort wo möglich Pflicht, und Diskotheken und Bars müssten schließen, kündigte Regie­rungschef António Costa an. Dies sei notwendig wegen des Risikos, dass sich die Lage wegen der hoch­ansteckenden Omikron-Variante weiter zuspitze.

Zudem werde die Testpflicht beim Betreten öffentlicher Innenräume unter anderem auch auf Hotels und Pensionen ausgeweitet. Zu Silvester dürften sich auch im Freien höchsten zehn Personen versammeln und dabei keinen Alkohol konsumieren. Auch der Schulunterricht werde nach Neujahr später als sonst erst am 10. Januar wieder beginnen.

Trotz einer hohen Impfquote von rund 90 Prozent der Bevölkerung ist die Sieben-Tage-Inzidenz in dem beliebten Urlaubsland auf über 300 gestiegen. © dpa/aerzteblatt.de

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