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Politik

Apotheken wollen bald eigenständig gegen Corona impfen

Montag, 3. Januar 2022

/dpa, Nicolas Armer

Düsseldorf – Die Apotheken in Nordrhein-Westfalen (NRW) hoffen, ab Mitte Januar mit den eigenstän­di­gen Impfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 starten zu können.

Bisher impften geschulte Apotheker noch im Verbund mit Ärzten, sagte der Vorsitzende des Apotheker­ver­bandes Nordrhein, Thomas Preis, vergangene Woche. In der ersten Januarwoche werde nun eine Impf­verordnung des Bundes erwartet, die unter anderem die Vergütungen und die Wege der Impfstoff­be­­stel­lungen für die Apotheken regele.

Außerdem würden Schulungen für jene Apotheker ausgearbeitet, die bisher noch keine Impfberechti­gung hätten. Speziell geschulte Apotheker und Apothekerinnen dürfen nach Angaben des Landesge­sund­heitsministeriums bereits jetzt Coronaimpfungen verabreichen.

Wer eine Impfschulung im Rahmen des Modellprojekts Grippeimpfungen absolviert habe, könne „sofort ohne weitere Schulungen Personen ab 18 Jahren gegen COVID-19 impfen“, sagte ein Sprecher auf Anfra­ge. Die impfenden Apotheker müssten aber über geeignete Räumlichkeiten mit Ausstattung verfügen – oder in andere Strukturen, etwa Impfzentren oder mobile Impfteams, eingebunden werden.

Noch nicht ausgebildete Apotheker, aber auch Zahnärzte oder Tierärzte, sollen den Angaben zufolge ab Januar spezielle Impfschulungen durchlaufen können, für die die jeweiligen Bundeskammern derzeit die Abläufe ausarbeiten. Haben sie diese erfolgreich absolviert, dürfen sie auch Jugendliche ab zwölf Jahren impfen.

Hunderte Apotheken in NRW könnten zusätzlich zu den Ärzten ebenfalls gegen Corona impfen, wie die Apothekerverbände Nordrhein und Westfalen-Lippe bereits deutlich gemacht hatten. Im Rheinland gibt es nach Verbandsangaben 500 Apotheken mit über 1.000 geschulten Apothekern, die schon impfbe­rechtigt sind.

Auch mehr als 200 Apotheken in Westfalen-Lippe wären in der Lage, zeitnah Impfungen vorzunehmen. Rund 320 Apotheker in der Region hätten bereits die Schulungen für Grippe­impfungen absolviert. In mo­bilen Impfteams oder Impfstellen sind sie aber nach Kenntnisstand des Verbandes bisher nicht einge­setzt.

Auch in Westfalen-Lippe impfen bisher noch keine Apotheken eigenständig gegen COVID-19. Zum einen fehle eine Regelung zur Impfstoffversorgung, hieß es auf Anfrage. Denn das Ziel sei schließlich, die Impfquote zu erhöhen und nicht den Ärzten Impfstoffe wegzunehmen.

Zum anderen müsse der Bund die Corona-Impfverordnung ändern und darin Regelungen zur Vergütung und Abrechnung der Leistung treffen. Außerdem müsse noch die technische Möglichkeit geschaffen wer­den, damit die Apotheken die verimpften Dosen an das Robert-Koch-Institut (RKI) melden könnten. © dpa/aerzteblatt.de

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