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Weniger Jugendliche mit Alkoholvergiftung in Klinik

Mittwoch, 5. Januar 2022

/highwaystarz, stock.adobe.com

Hannover – Die Zahl der mit Alkoholvergiftungen in Krankenhäusern behandelten Jugendlichen in Deutsch­land ist im ersten Pandemiejahr 2020 laut einer Hochrechnung der Krankenkasse KKH so deutlich gesunken wie lange nicht.

Wie die KKH heute in Hannover mitteilte, wurden in jenem Jahr rund zwöftausend Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren mit einer Alkoholvergiftung stationär in einer Klinik versorgt. Im Vorjahr 2019 waren es dagegen noch rund 17.000 gewesen.

Der Rückgang lag demnach bei rund 30 Prozent. Die Kasse sprach von einer erfreulichen Entwicklung. Sie wies aber zugleich darauf hin, dass die Entwicklung nicht bedeute, dass Jugendliche und junge Er­wachsene während der Pandemie generell weniger trinken würden.

Laut einer früheren Umfrage im eigenen Auftrag tränken 17 Prozent der 16- bis 29-Jährigen seit der Coronakrise weniger Alkohol, 13 Prozent in dieser Alters­gruppe konsumierten demnach jedoch mehr.

Die Kasse zog daraus den Schluss, dass vor allem jene, die nur zu besonderen Anlässen wie Partys Al­kohol trinken, in der Pandemie mangels Gelegenheiten weniger konsumierten. Hingegen dürften die, die unab­hängig von Corona in Krisen steckten und deren Zustand sich seither weiter verschlechtert habe, mut­maßlich mehr trinken.

Hinzu kämen jene jungen Leute, die durch die Pandemie Perspektiven verloren hätten. In der Aufklä­rungsarbeit dürfe nicht nachgelassen werden, Alkohol sei generell kein „Problem­löser“, betonte die KKH. © afp/aerzteblatt.de

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