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Unzureichende Evidenz bei orthopädischen Hilfsmitteln im Sport

Donnerstag, 6. Januar 2022

/Goffkein, stock.adobe.com

Jena – Sportler greifen immer häufiger zu orthopädischen Hilfsmitteln, um ihren Sport ausüben zu kön­nen oder ihre Leistung zu verbessern. Ob das immer sinnvoll ist, ist unklar. Darauf weist die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sport­medizin (GOTS) hin.

„Bis heute gibt es zu orthopädischen Hilfsmitteln eine unzureichende Evidenz hinsicht­lich ihrer allge­meingültigen therapeutischen/präventiven Wirksamkeit“, informiert die Fachgesell­schaft.

Umso wichtiger seien Kenntnisse des betreuenden Sportarztes über die sport- und disziplinspezifischen Belastungs- und Verletzungsmuster sowie Indikationen, Kontraindikationen, Bauprinzipien und Wirkwei­sen der Hilfsmittel.

Als ein Beispiel nennt die GOTS Kompressionsprodukte. Sie sollen Ödeme und Gewebeschwellungen therapieren, die Mikrozirkulation verbessern und biomechanische Eigenschaften zwischen Muskel und Gelenk verbessern.

„Aus wissenschaftlicher Sicht gilt eine Optimierung der Muskelregeneration, sowie die Prävention von überlastungsbedingten Muskelverletzungen als belegt. Eine Leistungssteigerung konnte bis heute nicht nachgewiesen werden“, informiert die Fachgesellschaft.

Ein weiteres Beispiel sind Schuheinlagen: Sie eignen sich laut der GOTS, um Überlastungsverletzungen an Fuß, Sprunggelenk und Knie vorzubeugen. „Eine korrekte Passform ist dabei unerlässlich und unter der Vielfalt von Sport- und Funktionsschuhen äußerst anspruchsvoll“, informieren die Sportmediziner.

Wichtig sei, dass alle Veränderungen durch Einlagen, Schuhwerk oder Untergrund zu einer veränderten sensomotorischen Interaktion führten und das Gangbild beeinflussen könnten.

„Im Alltag ist eine individuelle Versorgung nach sorgfältiger Anamnese und klinischer Untersuchung wichtiger als die Frage der technischen Fertigungsweise der Einlage“, informiert die GOTS. © hil/aerzteblatt.de

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