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Leitlinie zur ambulanten Therapie von COVID-19 jetzt auf S2e-Niveau

Donnerstag, 6. Januar 2022

/MQ-Illustrations, stock.adobe.com

Freiburg/Frankfurt/Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat ihre sogenannte Living Guideline zur ambulanten Therapie von COVID-19 vom rein konsensbasierten S1-Niveau zum evidenzbasierten Niveau S2e weiterentwickelt.

Die Arbeit erfolgte mit Hilfe des sogenannten COVID-19-Evidenzökosystems „CEOsys“. Dies ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über das Netzwerk Universitätsmedizin geför­dertes Forschungsprojekt, an dem sich neben 20 deutschen Universitätskliniken auch Cochrane Deutschland, Cochrane Frankreich und das Central Executive Team von Cochrane in London beteiligen.

Ziel ist die schnelle Aufarbeitung von Evidenz aus wissenschaftlichen Studien zu COVID-19. CEOsys hat für die 21. Aktualisierung der Living Guideline „SARS-CoV-2 / COVID-19 Informationen und Praxishilfen für niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte“ der DEGAM die Evidenz zur pharmakologischen Therapie von COVID-19 beigesteuert.

In der gegenwärtigen vierten Welle der Pandemie sei es wichtiger denn je, dass Hausärzte leicht er­krankte Menschen optimal behandelten, auch um den Druck auf die ohnehin überlas­teten Krankenhäuser zu reduzieren, sagte die CEOsys-Wissenschaft­lerin Nicole Skoetz von der Uniklinik Köln. Dabei helfe die Leitlinie der DEGAM.

„Ziel dieser Leitlinie ist es, Empfehlungen für unterschiedliche Szenarien und Behandlungsanlässe mit Bezug zur SARS-CoV-2-Pandemie zu geben, die für die hausärztliche Versorgung relevant sind“, erläutern die Autoren in der Leitlinie.

Damit wolle man Hausärzte darin unterstützen, in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie ihre Funktion als erste ärztliche Ansprechpartner bei allen Gesundheitsproblemen zu erfüllen und die Grundversorgung zu gewährleisten.

Dazu gehörten auch Hilfestellungen beim Erkennen und dem Management lokaler Ausbrüche. „Weiter­hin werden Maßnahmen zum Selbst- und Fremdschutz, zur Praxisorganisation und intensiven Zusam­men­arbeit mit anderen Sektoren des Gesundheitswesens empfohlen“, heißt es in der Leitlinie. © hil/aerzteblatt.de

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