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Ausland

Erster Omikron-Ausbruch in China: Weitere Infektionen entdeckt

Montag, 10. Januar 2022

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Zhao Zishuo

Tianjin – Nach dem ersten lokalen Ausbruch der Omikron-Variante in China sind weitere Infektionen entdeckt geworden. Die Zahl der Fälle in der Pekinger Nachbarstadt Tianjin stieg von 20 auf 40, während auch in Zentralchina zwei Infektionen entdeckt wurden, wie Staatsmedien heute berichteten.

Zwei Omikron-Ansteckungen in Anyang in der Provinz Henan in Zentralchina wurden auf den Ausbruch in Tianjin zurückgeführt. Zwei infizierte Studenten seien Ende Dezember aus dem betroffenen Bezirk Jinnan in Tianjin zurückgekehrt.

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Die Entdeckung lokaler Omikron-Infektionen knapp vier Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking und vor der Reisesaison zum chinesischen Neujahrsfest Ende Januar alarmiert die Behörden.

Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Die hoch ansteckende Variante dürfte die strikte Null-COVID-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen. Epidemiologen sprechen in Staatsmedien von der „ersten echten Schlacht“ gegen Omikron in China.

In Tianjin werden seit Sonntag alle 15 Millionen Einwohner getestet. Die Bewohner wurden aufgefordert, die Stadt nicht ohne triftigen Grund zu verlassen. Auch müssen sie dafür einen negativen PCR-Test inner­halb von 48 Stunden nachweisen.

Die schätzungsweise 100.000 Pendler, die im 100 Kilometer entfernt gelegenen Peking arbeiten, wurden aufgefordert, von Zuhause aus zu arbeiten. Die Hauptstadt errichtete Checkpoints, um den Zugang zu kontrollieren.

Der Omikron-Ausbruch in Tianjin wurde auf eine Kinderbetreuungsstätte und eine Grundschule im Stadtbezirk Jinnan zurückgeführt. Erst wurden zwei Omikron-Fälle entdeckt, dann 18 weitere Infektionen.

Bis gestern Abend waren 40 Fälle gezählt, wie die China Daily berichtete. Es wurde nicht ausdrücklich aufgeschlüsselt, wie viele davon Omikron-Infektionen waren. Aber zu Beginn war schon von einer Mehr­zahl die Rede. Betroffen sind vor allem Grund- und Mittelschüler sowie Familienmitglieder. Rund 75.000 Menschen wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt, wie die Global Times berichtete.

Nach ersten Hamsterkäufen aus Angst vor einem weiträumigen Lockdown wie seit mehr als zwei Wochen in der – von der Delta-Variante heimgesuchten – 13-Millionen-Metropole Xi'an wurden in Tianjin die Bestände der Supermärkte aufgestockt.

Die Behörden versicherten beunruhigten Bewohnern, dass genug Nahrungsmittel zur Verfügung stünden. Der Betrieb auf zwei U-Bahn-Linien wurde streckenweise ausgesetzt. Der internationale Binhai-Flugha­fen von Tianjin strich 144 Flüge, wie die Global Times berichtete. © dpa/aerzteblatt.de

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