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Politik

PEI sieht viele Schnelltests auch für Omikron-Nachweis geeignet

Montag, 10. Januar 2022

/mmphotographie.de, stock.adobe.com

Berlin – Viele Coronaschnelltests erkennen offenbar auch eine Infektion mit der Omikron-Variante des Virus SARS-CoV-2. Eine „erste Rückmeldung“ des mit der Überprüfung der Tests beauftragten Paul-Ehr­lich-Instituts (PEI) besage, dass 80 Prozent der untersuchten Antigenschnelltests die Omikron-Variante „sicher nachweisen konnten“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums heute.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte das PEI zuvor beauftragt, die Tests auf diese Frage hin zu prüfen. Er habe das Institut gestern veranlasst, „eine Positivliste vorzubereiten mit Tests, die für Omikron besonders geeignet sind beziehungsweise Omikron gut erkennen“, sagte Lauterbach gestern in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Damit soll eine bessere Orientierung bei der Testauswahl ermöglicht werden.

„Dies wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Lauterbach. Der Ministeriumssprecher sagte heute, die Erstellung der „Komplettliste“ durch das PEI dauere noch an. PEI-Präsident Klaus Cichutek betonte heute im ZDF-„Morgenmagazin“, die derzeit erhältlichen Tests seien „nicht unzuverlässig“. Er wies darauf hin, dass sein Institut bereits vor der Verbreitung der Omikron-Variante in Deutschland mehr als 250 Tests evaluiert habe.

Dabei hätten rund 80 Prozent der angebotenen Produkte die geforderte Sensitivität erreicht. An dieser Liste würden sich bereits Apotheken und Schnelltestzentren orientieren, aber auch weitere Anbieter für Selbsttests wie Supermärkte oder Discounter.

Cichutek empfahl Verbrauchern, beim Kauf ebenfalls diese bereits ältere Liste des PEI zu berücksichti­gen. Insgesamt sei in Deutschland mittlerweile „ein höheres Level an Testsicherheit“ erreicht worden, betonte er. Die verfügbaren Tests seien „geeignet, Personen mit hoher Viruslast zu erkennen“. Zugleich seien falsch-positive Testergebnisse „so gut wie ausgeschlossen“.

Der Sprecher des BMG betonte, die Schnelltests gäben keine „hundertprozentige Gewissheit“, böten aber „mehr Sicherheit im Alltag“. Gleichzeitig würden sie allerdings die Menschen nicht davon entbinden, die allgemeinen Coronaeindämmungsmaßnahmen wie Abstandhalten, Maskentragen und die Kontaktbe­schränkungen einzuhalten, mahnte der Sprecher.

Das PEI hatte bereits im Dezember erklärt, dass die derzeit eingesetzten Schnelltests grundsätzlich in der Lage sein dürften, die neu aufgetretene Virusvariante zu erkennen, da die für die Tests entscheiden­den Virusbestandteile sich bei Omikron nicht wesentlich im Vergleich zu früheren Varianten verändert seien. Allerdings gebe es Bedarf an weiteren Untersuchungen. © afp/aerzteblatt.de

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