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BÄK-Präsident plädiert für intensive Aufklärung von Impfzweiflern

Montag, 10. Januar 2022

/japolia, stock.adobe.com

Berlin – Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Klaus Reinhardt, tritt dafür ein, Menschen, die am Nutzen der Impfung gegen SARS-CoV-2 zweifeln oder Ängste in Bezug auf die Impfung haben, noch in­ten­siver zu beraten und aufzuklären.

Das Thema „Corona“ sei zwar in den Medien allerorts präsent, bei der konkreten Impfaufklärung sehe er aber noch „Luft nach oben“, sagte der BÄK-Präsident im aktuellen Podcast der Reihe „Sprechende Medi­zin“.

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Reinhardt betonte aber auch, dass eine allgemeine Impfpflicht als Ultima Ratio möglicherweise nötig werden könne, um weitere große Pandemieschübe zu verhindern, zum Beispiel im kommenden Herbst.

Der BÄK-Präsident bedauerte darüber hinaus in dem Podcast, dass die Coronapandemie als alles beherr­schendes Dauer­thema im Augenblick wenig Raum für andere Projekte lasse, die aber ebenfalls sehr wich­tig seien.

Er nannte in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Herausforderungen der Demografie und den sich weiter verstärkenden Fachkräftemangel. Wichtig sei außerdem eine breite Diskussion zum Thema Klima­wandel und Gesundheit.

Der BÄK-Präsident wies außerdem daraufhin, dass die Lebenserwartung in den großen Industrienationen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen sei, Zivilisationskrankheiten wie Diabetes mellitus diesen positiven Trend aber stoppen und sogar umkehren könnten – wie im Augenblick am Beispiel der USA zu beobachten. Dies in Deutschland zu verhindern sei ebenfalls ein wichtiges Thema, das im Augenblick in den Hintergrund gedrängt werde, bedauerte Reinhardt. © hil/aerzteblatt.de

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