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Ausland

Italien: Draghi rechtfertigt sich für Coronaimpfpflicht

Dienstag, 11. Januar 2022

/picture alliance, abaca, Laporta Salvatore, IPA

Rom – Italiens Regierung hat sich nach der Ausweitung der Coronaimpfpflicht und der umstrittenen Schul­öffnung für ihre Maßnahmen gerechtfertigt. „Ein Großteil der Probleme, die wir heute haben, hängen mit der Tatsache zusammen, dass es Ungeimpfte gibt“, sagte Ministerpräsident Mario Draghi gestern Abend in Rom.

Die Regierung habe die Impfpflicht für Menschen älter als 50 Jahre auf Grundlage von Daten entschie­den. Sie trügen mehr Risiken. Außerdem seien zwei Drittel der Coronapatienten auf den Intensivstatio­nen nicht gegen COVID-19 geimpft, erklärte der 74-Jährige weiter.

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Für viel Kritik sorgte auch die Rückkehr der Schüler nach den Winterferien in den Präsenzunterricht. Draghi rechtfertigte, dass es keinen Sinn ergebe, die Schulen zu schließen, wenn der Rest offen bleibe. Die Befürch­tung war, dass sich in Kürze viele ansteckten und dann in den Distanzunterricht müssen.

Italiens Ministerrat hatte sich in der vergangenen Woche auf die Coronaregelungen geeinigt, sich danach aber nicht öffentlich dazu erklärt. Dies hatte ihm reichlich Kritik eingebracht. „Es gab tatsächlich auch von mir und den anderen eine Unterschätzung hinsichtlich der Erwartungen an eine Pressekonferenz“, erklärte Draghi. „Dafür bitte ich um Entschuldigung.“

Wie schon zuvor äußerte er sich nicht zu einer möglichen Kandidatur für das Staatsoberhaupt bei der Wahl am 24. Januar. Draghi wird für das Präsidentenamt gehandelt. Damit müsste er jedoch das Amt des Ministerpräsidenten aufgeben, weshalb in der Folge einige eine Regierungskrise und damit vorgezogen Wahlen befürchten. © dpa/aerzteblatt.de

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