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DBfK plädiert für Trendwende in Altenpflege

Donnerstag, 13. Januar 2022

/Rido, stock.adobe.com

Berlin – Die Politik muss eine echte Trendwende im Bereich der Altenpflege einleiten. Das betonte heute Bernadette Klapper, Geschäftsführerin des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK).

Laut einer vom DBfK gemeinsam mit dem Altenpflege-Fachverlag Vincentz Network initiierten Studie erwägen 40 Prozent der befragten Pflegekräfte in der Altenpflege den Beruf aufzugeben.

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Dies stimme „sorgenvoll“ und stelle der Politik kein gutes Zeugnis aus, so Klapper. Der herrschende Frust unter den Altenpflegekräften resultiere in erster Linie aus den mangelhaften Personaldecken.

Im Rahmen der Befragung gaben 73 Prozent an, der Personalmangel in der Pflege habe sich in den ver­gangenen zwei Jahren, also mitten in der Coronaspandemie, weiter verschärft. 90 Prozent der Befragten forderten mehr Personal – nur drei Prozent meinten, die Politik habe die Lage in der Pflege verstanden. 68 Prozent urteilten, es werde immer schwerer, eine gute Pflege zu gewährleisten.

Um mehr Arbeitszufriedenheit und zugleich eine höhere Pflegequalität zu erreichen, müsse es laut Klapper dringend eine Personalbemessung auch im Bereich der Altenpflege geben. Zudem seien weitere Maßnahmen erforderlich.

So müssten die Gehälter angehoben und begleitend die Pflegeversicherung entsprechend so ausfinan­ziert werden, dass zu leistende Eigenanteile nicht weiter steigen. Klapper sprach sich zudem für eine bundesweite Vereinheitlichung der Pflegeassistenzausbildung sowie eine verstärkte Kompetenzzuer­kennung für Pflegefachkräfte aus.

„Wir sehen deutlich, dass die Kolleginnen und Kollegen ihrem fachlichen Anspruch gerecht werden wollen. 58 Prozent sprechen sich für Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten aus und erwarten, dass die Digitalisierung schneller vorankommt. Das zeigt das große Potenzial, das in der Langzeitpflege vorhan­den ist und das sich bei richtigen Rahmenbedingungen voll entfalten könnte“, betonte Klapper. © aha/aerzteblatt.de

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