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Neuer Sonderforschungs­bereich in Würzburg

Donnerstag, 13. Januar 2022

/alphaspirit,stock.adobe.com

Würzburg – Ein neuer Sonderforschungsbereich (SFB) untersucht unter Leitung der Würzburger Universi­tätsmedizin Wechselwirkungen zwischen Immunsystem, Entzündungsprozessen und Herzerkrankungen. An dem Vorhaben namens „Kardio-immune Schnittstellen“ arbeiten elf Institute und Einrichtungen des Uniklinikums (UKW) und der Uni Würzburg mit.

Außerdem beteiligen sich Arbeitsgruppen aus dem Würzburger Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung, dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der Harvard Medical School in Boston/USA.

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In den vergangenen Jahren hätten die Wissenschaftler des Konsortiums zeigen können, „dass inflamma­torische und immunologische Mechanismen den Verlauf von Krankheits- und Heilungsprozessen bei Herzerkrankungen spürbar beeinflussen“, erläutert Stefan Frantz, Direktor der Medizinischen Klinik I des Uniklinikums Würzburg und Sprecher des SFB.

Allerdings seien diese Mechanismen stark abhängig von Kontext und Zeitpunkt: In unterschiedlichen Krankheitsstadien könnten dieselben moleku­la­ren Signalwege gegensätzliche Effekte haben. Die Wis­senschaftlerteams sollen im SFB entsprechende Schnittstellen und Vorgänge bei Herzmuskeler­kran­­kungen genauer untersuchen. Frantz hofft nach eigenen Angaben auf neue, immunbasierte kardio­vaskuläre Diagnose- und Therapiewege.

Das Vorhaben soll auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs zugutekommen. „Um bei der Translation in diesem Themenfeld weiterzukommen, brauchen wir Ärzte sowie Naturwissenschaftler, die sich in der Kardiologie wie auch in der Immunologie auskennen“, so Frantz. Dafür müsse man eine neue akademi­sche Struktur für die interdisziplinäre Zusammenarbeit etablieren.

Die Deutsche Forschungsgemein­schaft (DFG) fördert den SFB in den kommenden vier Jahren mit insgesamt über zwölf Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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