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Mehr Personalausfälle bei Unikliniken im Nordosten

Donnerstag, 13. Januar 2022

/picture alliance, Jens Büttner

Greifswald/Rostock – Nach Angaben einiger Kliniken im Nordosten ist zuletzt die Zahl der Personal­aus­fälle etwa wegen angeordneter Coronaquarantänen gewachsen.

Die Zahl derer, die wegen Quarantä­nen ihrer Kinder ausfallen, steige derzeit wieder, erklärte ein Sprecher der Universitätsmedizin Greifs­wald (UMG). Man nehme aktuell vermehrte Personalausfälle wahr, hieß es auch von der Universitätsmedizin Rostock (UMR).

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Aber nicht nur die Universitätskliniken sind betroffen. „Es sind bereits die ersten Ausfälle beim Personal zu verzeichnen, meist aufgrund infizierter Kita- und Schulkinder, die zu Hause betreut werden müssen“, teilte auch Melanie Jäckel mit, Pandemiebeauftragte und Leitende Krankenhaushygienikerin am Klinikum Südstadt Rostock.

Man müsse inzwischen mehrfach in der Woche die Personalsituation überprüfen und gegebenenfalls umstrukturieren. „Angesichts der Omikron-Welle ist eher mit einer Zuspitzung der Versorgungslage zu rechnen.“ Nach zwei Jahren Pandemie sei man aber bestens vorbereitet.

Der Krisenstab der UMR rechnet in den kommenden zwei Wochen für den Nordosten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz der Coronaneuinfektionen je 100.000 Einwohner von über 1.000. Man hoffe aber auf kei­nen oder nur einen geringen Anstieg der COVID-Patienten wegen deutlich milderer Krankheitsverläu­fe bei der Omikron-Variante des Coronavirus. Derzeit sei die Lage einigermaßen stabil. „Aber das sind natür­lich immer nur Momentaufnahmen“, hieß es.

Die UMR kann nach eigenen Angaben erste Bereiche von Normalstationen, die zwischenzeitlich für COVID-Patienten genutzt wurden, wieder in einen Normalbetrieb nehmen. Die internistische Intensiv­station sei aber regelmäßig zu 100 oder mehr Prozent ausgelastet.

Sechs von zehn dortigen COVID-Patienten wurden den Angaben zufolge Mitte der Woche aufwendig mit einer externen Herz-Lungen-Maschine beatmet. „Wir gehen auch in den kommenden Wochen von hohen Patientenzahlen aus.“

Am Helios Klinikum Stralsund sind nach eigenen Angaben zuletzt die COVID-19-Patientenzahlen etwas zurückgegangen. Es sei aber noch zu früh, um eine Tendenz auszumachen. Man rechne wieder mit stei­gen­den Zahlen. Auch bei den Helios Kliniken Schwerin könne man nicht von einer Entspannung reden.

In Neubrandenburg verzeichnen das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum und die Bethesda Klinik als zugehö­riges Ersatzkrankenhaus nach eigenen Angaben zuletzt eine leicht sinkende Zahl von COVID-Patienten.

„Dass sich Mitarbeitende infizieren und ausfallen oder als Kontaktpersonen in Quarantäne müssen, ge­hört zum Alltag“, hieß es. Man könne nicht abschätzen, ob die neue Virus-Variante zu mehr Personal­engpässen führen werde. © dpa/aerzteblatt.de

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