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Ausland

Frankreichs Senat billigt verschärfte Coronaregeln

Donnerstag, 13. Januar 2022

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Rafael Yaghobzadeh

Paris – Frankreichs Senat hat die geplante Verschärfung der Coronaregeln für Ungeimpfte in der Nacht zu heute mit Einschränkungen gebilligt. Um die fünfte Welle einzudämmen, erhalten Ungeimpfte damit schon bald keinen Zugang mehr zu Einrichtungen etwa der Gastronomie und Kultur und können keine Fernzüge und Flüge mehr nutzen. Bislang war dies noch mit einem aktuellen negativen Test möglich.

Der Senat bestimmte aber, dass die Verschärfung nur solange gilt, wie sich mehr als 10.000 Coronapa­tienten in französischen Kliniken befinden. Aktuell sind es rund 24.000 Patienten.

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Auch Genesene sollen künftig den digitalen Coronapass erhalten, der uneingeschränkten Zugang zu Ein­richtungen und Veranstaltungen ermöglicht, wie der Senat bestimmte. Die Pflicht zu einem Impfnach­weis als Zugangsvoraussetzung soll außerdem erst ab 18 Jahren gelten.

Bei übergeordneten Gründen sollen Fernreisen weiterhin auch mit einem Test ohne Impfung möglich sein. Auch wer einen Impftermin bereits vereinbart hat, soll vorübergehend weiter mit einem Test überall Zu­gang erhalten. Härtere Strafen wischte der Senat ebenso vom Tisch wie eine Verpflichtung von Gastro­no­men zur Überprüfung der Identität von Gästen. Dies sei alleine Befugnis der Polizei.

Die Fallzahlen in Frankreich sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Va­riante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Gestern wurden knapp 362.000 regis­trierte Coronaneuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet.

Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2.811. Er gibt an, wie viele Infektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen erfasst wurden. © dpa/aerzteblatt.de

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