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Ausland

Africa CDC mahnt neuen Umgang mit Coronarestriktionen an

Freitag, 14. Januar 2022

/picture alliance, Xinhua News Agency, Michael Tewelde

Johannesburg – Mit dem Erreichen der Zehn-Millionen-Marke bei den Coronainfektionen in Afrika ändert sich laut der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC auch der Umgang mit der Pandemie.

„Wir befinden uns jetzt nicht mehr in der Logik einer Eingrenzung des Virus – es ist jetzt überall“, sagte gestern John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC).

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Er betonte: „Die Zeit, zu der wir eine Kontaktnachverfolgung brauchten, sind vorbei.“ Strenge Restriktio­nen seien nicht mehr die geeignete Antwort – auch wenn die Bevölkerung bestimmte Vorsichtsmaß­nahmen unbedingt weiter einhalten müsse.

Impfen und Testen seien nun dagegen mehr denn je prioritär. „Die, die geimpft worden sind, werden zwar krank, landen aber nicht im Krankenhaus – das ist der Trend, den wir gerade erleben“, sagte Nkengasong, der sowohl beim Testen wie auch beim Impfen eine stärkere Dezentralisierung auf dem Kontinent for­derte.

In ganz Afrika wurden vergangene Woche 307.000 Coronaneuinfektionen gezählt – ein Anstieg um zwei Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Das südliche Afrika stellte mit 43 Prozent erneut die meisten Fälle.

Der Kontinent hat mittlerweile 663 Millionen Impfdosen beschafft, doch sind in Afrika erst 10,9 Prozent der Bevölkerung zweifach gegen das Coronavirus geimpft. „Es gibt jetzt einen klaren Trend, wonach mehr Impfstoffe den Kontinent erreichen“, sagte Nkengasong.

Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren. Seit deren Ausbruch wurden insgesamt 10,1 Millionen Infektionen in Afrika dokumentiert.

„Wir haben damit jetzt eine wichtige Marke erreicht“, betonte der CDC-Direktor. Die Dunkelziffer bei den Infektionen dürfte nach Angaben von Experten auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen jedoch sehr hoch sein. © dpa/aerzteblatt.de

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