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Katholische Krankenhäuser für schnelle Reformen

Freitag, 14. Januar 2022

/Polarpx, stock.adobe.com

Berlin – Die katholischen Krankenhäuser in Deutschland fordern von der Ampel-Koalition schnelle Re­formen im Gesundheitswesen. Dringend notwendig seien bessere Rahmenbedingungen für das Personal sowie eine Reform der Krankenhausfinanzierung.

Zudem sprach sich der Katholische Krankenhausver­band Deutschlands (kkvd) gestern in Berlin für glei­che Bedingungen für private, kommunale und freige­meinnützige/kirchliche Krankenhäuser aus.

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Der kkvd-Vorsitzende Ingo Morell kritisierte die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Karl Lau­terbach (SPD), diesmal nur ausgewählten Pflegekräften eine Coronaprämie zu zahlen. Das führe bei den Belegschaften zu Verwunderung und Frustration.

„Die Herausforderungen der Pandemie meistern alle Mitarbeitenden in den Kliniken gemeinsam. Alle sind wichtig und werden gebraucht, vom ärztlichen Dienst über die Pflegekräfte bis zum Reinigungs­personal.“

Daher wäre es richtig, statt einer Coronaprämie für wenige in den Jahren 2021 und 2022 einen Corona­steuerfreibetrag für alle Klinikbeschäftigten einzuführen. Die Bundesregierung hatte angekündigt, für den Coronabonus eine Milliarde Euro bereitzustellen.

Darüber hinaus forderte der kkvd-Vorsitzende, die im Koalitionsvertrag angekündigte Regierungs­kom­mis­sion zur Reform der Krankenhausplanung und -finanzierung zügig einzusetzen.

Dringlich sei vor allem eine bessere Finanzierung: Das leistungsbezogene Fallpauschalensystem müsse um die Erstattungen von Vorhaltekosten für Personal und Infrastruktur ergänzt werden, so Morell. „Das gilt insbesondere für ländliche Gebieten mit niedrigen Bevölkerungszahlen.“

Angesichts des Praxisster­bens sei es zudem notwendig, die Kliniken mehr in die ambulante Versorgung einzubinden. So könnten Versorgungslücken geschlossen werden. © kna/aerzteblatt.de

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