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Umfrage: Zwei von drei Menschen für Impfpflicht

Dienstag, 18. Januar 2022

/picture alliance, Eibner-Pressefoto, Fabian Steffens

Hamburg – Zwei von drei Menschen in Deutschland befürworten laut einer Umfrage eine Coronaimpf­pflicht für Erwachsene. Für eine Impfpflicht nur für einzelne Gruppen wie medizinisches Personal oder Menschen mit Vorerkrankungen sprachen sich 70 Prozent der Befragten aus, wie die Universität Ham­burg gestern mitteilte.

60 Prozent gaben an, dass eine verpflichtende Impfung für alle Alters­gruppen mit bereits zugelassenem Impfstoff gelten solle, also auch für Kinder und Jugendliche. Vor allem ältere Menschen sowie Personen im Norden und Westen Deutschlands stimmten einer Impfpflicht zu.

Einen leichten Anstieg verzeichnet die Umfrage bei der Impfbereitschaft der Deutschen. Insgesamt seien 86 Prozent bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen – vier Prozentpunkte mehr als noch im September.

In den östlichen Bundesländern liege der Wert bei 77 Prozent, im Westen und Süden bei 90 Prozent. 65 Prozent der Menschen, die ein geringes Vertrauen in die Regierung haben, seien bereit zu einer Impfung.

In einem von vier Fällen wollen Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen, wie es hieß. 56 Prozent der befra­gten Eltern befürworteten die Impfung ihrer Kinder. Im Vergleich zu September ist das ein Rück­gang um vier Prozentpunkte.

In Spanien gaben sechs Prozent der Eltern an, ihre Kinder nicht impfen zu lassen, in Portugal waren es sieben Prozent und in Frankreich 30 Prozent. Vier von fünf der Befragten in Deutschland machten sich Sorgen über eine Spaltung zwischen Geimpften und Ungeimpften.

Die Befragung wurde im Rahmen von European COVID Survey (ECOS) durchgeführt. Für die Analyse meh­rerer europäischer Universitäten werden seit April 2020 rund alle zwei Monate jeweils 1.000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Portugal befragt.

Seit Juli 2021 findet die Befragung auch in Spanien statt. Ziel ist laut den Initiatoren, die Einstellungen und Sorgen der Menschen in Europa über den Verlauf der Pandemie zu messen. Ein Schwerpunkt sei dabei das Thema Impfen. © kna/aerzteblatt.de

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