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Keine Einigung: Verdi kündigt Warnstreik bei Ruppiner Kliniken an

Mittwoch, 19. Januar 2022

Ruppiner Kliniken/dpa, Paul Zinken

Neuruppin – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die rund 1.400 Beschäftigten der Ruppiner Kliniken GmbH und der Ostprignitz-Ruppiner Gesundheitsdienste GmbH in Neuruppin für kommenden Dienstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sei die bislang nicht erfolgte Einigung mit dem Arbeitgeber auf einen Tarifabschluss, teilte die Gewerkschaft gestern mit.

Die beiden Unternehmen bedauerten auf Anfrage, dass bislang kein Fortschritt erzielt werden konnte. Vergangene Woche sei ein verbessertes Angebot vorgelegt worden, teilte eine Sprecherin mit. Es biete eine Perspektive der weiteren deutlichen Annäherung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD).

„Eine hundertprozentige Angleichung ist unter den derzeitigen Finanzierungsbedingungen nicht mög­lich“, hieß es. Man wäre bereit ein höheres Gehalt zu zahlen, jedoch binde die Krankenhausfinanzierung die Hände.

Der zuständige Verdi-Verhandlungsführer Torsten Schulz kritisierte, dass kommunale Kliniken weiterhin unterhalb des TVöD bezahlen wollen. Bei dem aktuellen Fachkräftemangel im medizinischen Bereich machten sich die Einrichtungen so selbst Konkurrenz. Wenn an anderen Orten deutlich mehr gezahlt werde, sei dies ein Anreiz für einen Wechsel des Arbeitsplatzes.

Verdi fordert für die Beschäftigten unter anderem ein Entgeltniveau wie im öffentlichen Dienst, eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 1,8 Prozent zum 1. April 2022 und eine Coronasonderzahlung von 750 Euro für alle Beschäftigten. Außerdem geht es um eine Zulage für die Beschäftigten in der Pflege von 70 Euro zum 1. Januar 2022 und weitere 50 ab 1. März 2022. © dpa/aerzteblatt.de

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