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COVID-19-bedingte Fehlzeiten erfassen immer mehr Berufsgruppen

Mittwoch, 19. Januar 2022

/dpa

Berlin – In den ersten 21 Monaten der Coronapandemie von März 2020 bis November 2021 sind 5,1 Pro­zent der AOK-Mitglieder im Zusammenhang mit COVID-19 krankheitsbedingt an ihrem Arbeitsplatz aus­gefallen. Das waren rund 700.000 Beschäftigte.

Das geht einer Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. Besonders viele Krankschreibungen wegen COVID-19 gab es im vergangenen November. Betroffen waren damals 142.786 Be­schäftigte und damit mehr als 20 Prozent aller bisher von COVID-19 betroffenen AOK-Mitglieder.

Über einen längeren Zeitraum waren vor allem Beschäftigte in den Branchen Erziehung und Altenpflege wegen COVID-19 krankgeschrieben: So gab es im bisherigen Verlauf der Pandemie 8.141 Krankschrei­bun­gen je 100.000 AOK-Mitglieder in den Berufen der Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege und 7.515 Krankschreibungen je 100.000 AOK-Mitglieder in der Altenpflege.

Aber auch Berufe in der „nicht-ärztlichen Therapie und Heilkunde“, zu denen beispielsweise Physio- oder Ergotherapeuten gehören, hatten mit 7.438 je 100.000 AOK-Mitgliedern hohe Krankheitsraten. Auch in der Gruppe „Arzt- und Praxishilfe“ gab es viele coronabedingte Krankschreibungen (7.323 je 100.000 AOK-Mitglieder) sowie in der Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe (7.248 je 100.000 AOK-Mitglieder).

Die niedrigsten COVID-19-bedingten Fehlzeiten wiesen dagegen die Berufe in der Landwirtschaft (1.270 je 100.000 AOK-Mitglieder), der Gastronomie (2.184 je 100.000 AOK-Mitglieder) und der Hotellerie (2.641 je 100.000 AOK-Mitglieder) auf.

Die isolierte Betrachtung des Monats November 2021 macht aber eine Verschiebung bei den betroffenen Berufsgruppen deutlich. „Auch in den technischen Berufen sind die Fehlzeiten stark angestiegen“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Es seien gemeinsame Anstrengungen notwendig, damit die Beschäftigten gerade auch in diesen Teilen der kriti­schen Infrastruktur weiterhin gesund und arbeitsfähig blieben. Es sei zu erwarten, „dass die Fehlzeiten im November 2021 nur einen vorläufi­gen Höchststand erreicht hätten“, warnte er.

„Mit der zunehmenden Verbreitung der Omikron-Variante in Deutschland wird es eine Herausforderung sein zu gewährleisten, dass die Beschäftigten gerade in der kritischen Infrastruktur weiterhin gesund und arbeitsfähig bleiben“, so Schröder. © hil/aerzteblatt.de

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