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Ärzteschaft

Marburger Bund bringt Steuerfreibetrag ins Gespräch

Mittwoch, 19. Januar 2022

/ldprod, stockadobecom

Berlin – Der Marburger Bund (MB) setzt sich weiterhin für eine größere Wertschätzung von Mitarbeitern in der Patientenversorgung ein. Die Ärztegewerkschaft schlägt dazu einen Steuerfreibetrag vor, um der besonderen Belastung Rechnung zu tragen. Diesen hatte kürzlich auch der Verband medizinischer Fach­berufe (VMF) angeregt.

Wichtig sei, den Steuerfreibetrag allen entsprechend Beschäftigten zukommen zu lassen, betonte der Marburger Bund heute. „In der Versorgung von Patienten greifen viel Hände ineinander. Hier einzelne Gruppen zu bevorzugen, erzeugt Unfrieden im Team und ist demotivierend“, erklärte die erste Vorsitzende des MB, Susanne Johna.

Die Bundesregierung sollte anerkennen, dass alle Beschäftigten in der Patientenversorgung durch die Pandemie großen Belastungen ausgesetzt gewesen seien und weiterhin seien. „Alle haben unabhängig von ihrem Einsatzort mehr Wertschätzung verdient, keine Gruppe sollte per se ausgeschlossen werden“, betonte Johna.

Sie mahnte, die Bundesregierung sollte alles dafür tun, dass Ärzte, Pflegende, Medizinische Fachange­stellte und andere patientennahe Berufsangehörige trotz hoher Belastung weiterhin für die Versorgung zur Verfügung stünden.

Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich in den vergangenen Tagen gegen einen ein­maligen Pflegebonus für ausgewählte Beschäftigte ausgesprochen. „Wir lehnen strikt ab, die Mitarbeiten­den in wertvolle und weniger wertvolle Pflegekräfte einzuteilen“, sagte der DKG-Vorsitzende Gerald Gaß.

Die DKG schlägt einen Steuerfreibetrag für die Jahre 2021 und 2022 vor. Auf diese Weise würde die Po­litik auch ein Anreiz zu einer Aufstockung der Arbeitszeiten beziehungsweise zu einer Rückkehr in den Beruf setzen, hieß es aus der Krankenhausgesellschaft.

VMF-Präsidentin Hannelore König hatte einen zusätzlichen Steuerfreibetrag pro Jahr von 1.500 Euro vorgeschlagen. Hintergrund sei, dass viele MFA ihre Überstunden nicht abfeiern könnten und sich ausbe­zahlen lassen müssten. Diese würden dann voll versteuert. „Die MFA arbeiten mehr und der Staat ver­dient auch noch daran“, hatte sie gesagt. Das Thema müsse an den Bundesfinanzminister adressiert werden. © hil/aerzteblatt.de

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