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Medizin

NT-proBNP-Kon­zentration in der Frühschwangerschaft deutet auf Hochdruckrisiko hin

Donnerstag, 3. Februar 2022

/Ermolaev Alexandr, stock.adobe.com

Pittsburgh – Die NT-proBNP-Konzentration in der Frühschwangerschaft ist offenbar ein Biomarker für das Bluthochdruckrisiko. In einer prospektiven US-Studie hatten Schwangere mit höheren NT-proBNP -Konzentrationen ein geringeres Risiko für Schwangerschaftshochdruck sowie eine Hypertonie 2 bis 7 Jahre nach der Entbindung. Die Ergebnisse wurden in JAMA Cardiology publiziert (DOI: 10.1001/jamacardio.2021.5617).

Natriuretische Peptide gelten außerhalb der Schwangerschaft bereits als vielversprechende Biomarker, um subklinische kardiale Störungen nachzuweisen. Dr. Alisse Hauspurg vom Magee-Womens Research Institute der University of Pittsburgh School of Medicine, Pittsburgh, und ihre Kollegen untersuchten, ob die Konzentration an N-terminalem Prohormon des natriuretischen Peptids des Gehirns (NT-proBNP) auch in der Frühschwangerschaft als Biomarker für Hochdruckerkrankungen dienen könnte.

Ihre Kohortenstudie umfasst Daten aus der „Nulliparous Pregnancy Outcomes Study: Monitoring Mothers-to-Be Heart Health Study“ (nuMoM2b). In dieser multizentrischen Beobachtungsstudie wurden insgesamt 4.103 Nullipara, die vor der Schwangerschaft weder eine Hypertonie noch eine Diabetes­erkrankung gehabt hatten, nachverfolgt.

Ungünstige Verläufe bei höheren Konzentrationen

Hauspurg und ihre Kollegen berichten, dass 22,2 % der Frauen ungünstige Schwangerschaftsverläufe gehabt hätten. Diese waren definiert als Hochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft (Schwanger­schafts­hypertonie, Präeklampsie, Eklampsie), spontane Frühgeburten oder Kinder, deren Geburtsgewicht oder Körperlänge in die Kategorie Small for Gestational Age (SGA) fiel.

Frauen, die einen ungünstigen Schwangerschaftsverlauf hatten, wiesen in der Frühschwangerschaft niedrigere NT-proBNP-Konzentrationen auf als diejenigen ohne Komplikationen – im Median 56,0 vs. 63,0 pg/ml.

Höhere NT-proBNP-Konzentrationen im 1. Trimenon waren mit einem geringeren Risiko für eine Hoch­druckerkrankungen in der Schwangerschaft assoziiert. Die adjustierte Odds Ratio pro Verdopplung der Konzentration betrug 0,81. Dies persistierte auch nach Anpassung um Alter, Ethnizität, BMI in der Früh­schwangerschaft, Rauchen und die Einnahme von Aspirin.

Effekt auf den Blutdruck ist noch jahrelang vorhanden

Höhere NT-proBNP-Konzentrationen im 1. Trimenon (54,0 vs. 64,0 pg/ml) waren außerdem mit einem geringeren Risiko für das Neuauftreten einer Hypertonie 2 bis 7 Jahre nach der Entbindung verbunden. Insgesamt 19,9 % der Schwangeren in der Studie erfüllten bei der Nachuntersuchung die Kriterien für eine Hypertonie vom Grad 1 und höher. 1,2 % von ihnen nahmen nach eigenen Angaben blutdrucksen­kende Medikamente ein.

Hier lag die adjustierte Odds Ratio pro Verdopplung der NT-proBNP-Konzentration bei 0,84. Auch diese Assoziation blieb bei Adjustierung um Störfaktoren wie Schwangerschaftshochdruck bestehen.

Die Autoren um Hauspurg schlussfolgern aus diesen Ergebnissen, dass „eine normale kardiovaskuläre Physiologie in der Frühschwangerschaft, beurteilt anhand der NT-proBNP-Konzentration, einen Einblick in den Schwangerschaftsverlauf und das kardiovaskuläre Erkrankungsrisiko gewährt“. © nec/aerzteblatt.de

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