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Fachkräftemangel in der bayerischen Altenpflege verschärft sich

Freitag, 21. Januar 2022

/Tommy Larey, stock.adobe.com

München – Der demografische Wandel dürfte künftig auch den bayerischen Arbeitsmarkt treffen. Das ist das Ergebnis einer von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) beauftragten Prognos-Studie. Demnach geht das Arbeitskräfteangebot in Bayern bis 2035 um neun Prozent beziehungsweise rund 700.000 Perso­nen zurück: von derzeit 6,5 Millionen auf 5,8 Millionen Personen.

„Damit verbunden ist ein immer deutlicheres Fachkräfteparadoxon: Arbeitskräfteknappheit in Teilberei­chen der Wirtschaft bei gleichzeitigem Arbeitskräfteüberschuss in anderen“, so vbw-Hauptgeschäfts­führer Bertram Brossardt.

Das bereits heute bestehende Ausmaß der „Mismatch“-Arbeitslosigkeit wird sich laut Studie in Bayern auch in nicht medizinischen Gesundheitsberufen drastisch verschärfen. 2035 rechnen die Studienautoren im Freistaat mit einem Arbeitskräftemangel von 15.000 Personen.

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) eine strukturier­te Kompetenzerhebung gefordert. Ziel müsse sein, geeignete Erwerbslose für die Altenpflege zu qualifi­zieren. Gelänge es nicht, die potenziellen Engpässe in der Altenpflege abzufedern, könne dies mit erheb­lichen gesellschaftlichen Folgen verbunden sein, so die Prognos-Studie.

„Wo professionelle Pflege aufgrund des steigenden Bedarfes und des fehlenden Personals nicht sicher­gestellt werden kann, müssen Familienangehörige einspringen, die dann am eigenen Arbeitsplatz fehlen“, verdeutlichte bpa-Landesvorsitzender Kai Kasri.

Um den steigenden Pflegekräftebedarf zu decken, brauche es geeignete Ausbildungs- und Umschulungs­ange­bote. „Nicht jeder kann pflegen. Aber wenn wir genauer hinschauen, können sicher sehr viel mehr Menschen zu Pflegekräften qualifiziert werden, als dies bisher der Fall ist“, so Kasri. © hil/sb/aerzteblatt.de

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