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Medizin

Nach COVID-19-Erstimpfung mit Johnson & Johnson wirkt ein mRNA-Booster am besten

Donnerstag, 20. Januar 2022

/Tom, stock.adobe.com

Rotterdam – Nach einer Erstimpfung mit dem COVID-19-Vakzin Janssen von Johnson & Johnson ist so­wohl eine homologe Boosterung mit dem Vektorimpfstoff selbst als auch eine Auffrischung mit einem mRNA-Vakzin mit einer ausreichenden Immunogenität verbunden. Die beste Wirkung verspricht aller­dings ein mRNA-Impfstoff, wie eine randomisiert-kontrollierte Studie im New England Journal of Medicine zeigt (2022; DOI: 10.1056/NEJMoa2116747).

Die einfach verblindete Studie schloss Gesundheitspersonal ein, das mit dem COVID-19-Vakzin Janssen von Johnson & Johnson erstgeimpft war. Die Auffrischungsimpfung erfolgte entweder erneut mit dem Vektorimpfstoff Ad26.COV2.S oder den mRNA-Vakzinen von Biontech/Pfizer (BNT162b2) und Moderna (mRNA-1273).

Stärkere Immunantwort als bei Erstimpfung

Roos S.G. Sablerolles und ihre Kollegen vom Erasmus University Medical Center, Rotterdam, berichten, dass sowohl die homologe als auch die heterologe Auffrischungsimpfung bei den 434 Studienteilneh­mern zur Ausbildung höherer Konzentrationen an Antikörpern gegen das Spikeprotein sowie an neutra­lisierenden Antikörpern und einer stärkeren T-Zell-Antwort als die Erstimpfung mit Ad26.COV2.S geführt habe.

Die beste Immunität wurde mit einem mRNA-1273-Booster erreicht. Der Impfstoff von Moderna war mit einer höheren Reaktogenität assoziiert als eine Auffrischungsimpfung mit BNT162b2 oder Ad26.COV2.S.

Leichte bis mittelschwere, vorübergehende Nebenwirkungen

Das Nebenwirkungsprofil der Auffrischungsimpfungen bot keine Überraschungen: Die lokalen und syste­mischen Nebenwirkungen seien im Allgemeinen leicht bis mittelschwer ausgefallen und hätten sich auf die ersten beiden Tage nach der Impfung beschränkt, schreiben Sablerolles und ihre Kollegen.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es zwar gewisse Unterschiede zwischen den Auffrischungs­impfungen gegeben habe, aber „eine Boosterung mit irgendeinem verfügbaren Vakzin ist besser als nicht zu Boostern“, betonen sie.

In Deutschland gelten Personen mit einer 1-Mal-Impfung mit dem Vakzin von Johnson&Johnson seit Kurzem nicht mehr als vollständig geimpft – sie erfüllen auch nicht mehr die Kriterien für die 2G-Regel. Für eine vollständige Grundimmunisierung ist eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erforder­lich, außerdem wird auch ihnen eine 3. Impfdosis zur Auffrischung empfohlen. © nec/aerzteblatt.de

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