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Ärzteschaft

Ärztekammer fordert von Kritikern der Coronapolitik mehr Respekt

Donnerstag, 20. Januar 2022

Zahlreiche Gegner der Coronamaßnahmenan gehen an der Helios-Klinik in Köthen vorbei. /picture alliance, Heiko Rebsch

Magdeburg – Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt fordert angesichts der Aktionen gegen die Coronapolitik vor Krankenhäusern mehr Respekt und Rücksichtnahme.

„In den Kliniken kämpft das gesamte medizinische Personal um das Überleben einzelner schwerkranker Patientinnen und Patienten“, erklärte der Präsident der Ärztekammer, Uwe Ebmeyer, heute.

Wenn vor den Kliniken ,Spaziergänger' gegen die Coronapolitik und Hygienemaßnahmen demonstrierten, sei dies gera­de keine Solidarisierung mit dem Klinikpersonal, sondern eine Provokation einer Minderheit.

Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit seien selbstverständlich Grundwerte, die geschützt und ge­lebt werden sollten. „Die Wahl des Versammlungsortes ist jedoch nicht alternativlos“, hieß es in der Er­klärung der Ärztekammer.

In den vergangenen Tagen hatte es vermehrt Proteste von Coronagegnern auch vor Krankenhäusern gegeben. Dagegengestellt hatten sich in Sachsen zuletzt Medizinstudierende.

An diesem Freitag hat das Bündnis Merseburg für Vielfalt und Zivilcourage zu einer Gegenaktion vor dem Carl-von-Basedow Klinikum Saalekreis gGmbH aufgerufen. „Schützen wir unser Krankenhaus vor egois­tischen, verantwortungslosen Schreihälsen!“, heißt es in einem Aufruf.

Damit reagiere das Bündnis auf einen Aufruf zum Protest gegen die Impfpflicht für medizinisches Perso­nal. In anderen Städten wie Jena und Dresden hatte es bereits vor Kliniken Protestaktionen gegen die Coronapolitik gegeben. © dpa/may/aerzteblatt.de

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