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Ärzteschaft

Biontech: Mehr Impfstoffdosen, Bestellmenge steigt, Fertiglösung kommt

Freitag, 21. Januar 2022

/picture alliance, TASS, Peter Kovalev

Berlin – Die Arztpraxen in Deutschland können in den nächsten zwei Wochen auf mehr Coronaimpfstoff von Biontech/Pfizer zurückgreifen – und erstmals stehen auch Fertiglösungen zur Verfügung. Das teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) jetzt mit Verweis auf Angaben aus dem Bundesministe­rium für Gesundheit (BMG) mit.

Demnach stehen in der ersten Februarwoche rund 4,5 Millionen Impfstoffdosen von Biontech bereit. Zu­sammen mit dem Vakzin von Moderna gebe es damit ausreichend Impfstoff, so das Ministerium.

In der nächsten Woche soll die Impfstoffmenge von Biontech auf etwa 3,3 Millionen Dosen steigen, so­dass „voraussichtlich der Großteil der Bestellungen vollständig bedient werden kann“, so die KBV. Keine Kürzungen gibt es demnach bei den Impfstoffen von Moderna und von Biontech für fünf bis elfjährige Kinder, die in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen.

Mit der Impfstofflieferung für die Woche vom 31. Januar bis 6. Februar werden auch erste Dosen der neuen Formulierung des Biontech-Vakzins für die Personengruppe ab zwölf Jahre bereitgestellt. Das Vakzin muss dann nicht mehr verdünnt werden und ist im Kühlschrank zehn Wochen haltbar.

Die Umstellung auf die Fertiglösung erfolgt der KBV zufolge schrittweise und soll voraussichtlich im Mai/Juni des Jahres abgeschlossen sein. Von den für die erste Februarwoche bereitgestellten rund 4,5 Millionen Impfdosen von Biontech sollen rund 1,8 Millionen Dosen mit der neuen Formulierung ausge­liefert werden.

Die KBV weist darauf hin, dass die Unterschiede an den Flaschen zu erkennen sind. Die Durchstechfla­sche der Comirnaty-Fertiglösung habe eine graue Kunststoffkappe sowie ein graues Etikett und sei da­durch leicht vom Impfstoffkonzentrat, das verdünnt werden müsse (violette Kunststoffkappe, violettes Etikett), zu unterscheiden.

Die KBV hat gestern auch wieder auf die Bestellmodalitäten hingewiesen. Demnach muss die Impfstoff­bestellung für die Woche vom 31. Januar bis 6. Februar bis Dienstag (25.1., 12 Uhr) erfolgen. Infolge der größeren Lieferung von Biontech wurde die Höchstbestellmenge für Comirnaty von 30 auf 60 Dosen (zehn Vials) je Arzt angehoben. Das Vakzin von Moderna kann unbegrenzt bestellt werden – ebenso der Impfstoff von Biontech für fünf bis elfJährige.

Bei der Bestellung des Impfstoffs von Biontech für Personen ab zwölf Jahren geben Praxen laut KBV auf dem Rezept weiterhin nur die Anzahl der Dosen an. Es werde auch nicht zwischen alter und neuer For­mulie­rung unterschieden, hieß es.

Die Verteilung erfolge durch den Großhandel beziehungsweise die Apothe­ken. So könne es sein, dass eine Praxis in der ersten Februarwoche Comirnaty als Fertiglösung erhalte und in der darauffolgenden Woche wieder den Impfstoff, der verdünnt werden müsse.

Ärzte, die den Kinderimpfstoff von Biontech bestellen, sollten weiterhin auf dem Rezept angeben, wie viele Dosen sie für Zweitimpfungen benötigen, um diese in jedem Fall sicherzustellen.

Das Bundesgesundheitsministerium hat der KBV zufolge nochmals darauf hingewiesen, dass Impfstoff­do­sen von Moderna mit einem abgelaufenen Verfalldatum weiter verwendet werden können. Der Grund sei, dass der Impfstoff im tiefgekühlten Zustand nunmehr neun statt sieben Monate haltbar sei, das an­ge­gebene Verfalldatum auf den Durchstechflaschen aber noch das alte sei, schreibt die KBV.

Entscheidend für Praxen ist der Körperschaft zufolge, dass der ausgelieferte, aufgetaute Impfstoff unge­öffnet weiterhin nur maximal 30 Tage im Kühlschrank (2 bis 8° C) haltbar ist. Die genaue Haltbarkeits­dauer sollten Ärzte dem Begleitschein entnehmen, der dem Impfstoff beiliegt. © may/EB/aerzteblatt.de

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