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Ärzteschaft

Hausärzte wollen Zuschuss für Coronamehrarbeit

Freitag, 21. Januar 2022

/marcus_hofmann, stock.adobe.com

Köln – Der Hausärzteverband Nordrhein hat einen finanziellen Ausgleich für die ambulante Versorgung von COVID-19-Patienten gefordert. Dem Verband zufolge erbringen die Praxen seit zwei Jahren Hochleis­t­ungen weit über den Vertragsarztauftrag hinaus und übernehmen ständig neue Aufgaben, die originär Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) sind.

„Leider werden die vielen zusätzlichen Leistungen nicht finanziell angemessen honoriert“, sagte Oliver Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Nordrhein.

Dazu zählten die Durchführung von Tests und die ambulante Versorgung von leicht symptomatischen COVID-19-Patienten ebenso wie die immer kompli­zier­te Vermittlung von Regelungen zu Isolation, Qua­rantäne.

„Die Leistungen der Praxisteams müssen endlich vergütet werden“, so Funken. Selbst ein Coronabonus für Medizinische Fachangestellte (MFA) sei weiterhin nicht in Sicht, bemängelte er.

Deshalb hat der Hausärzteverband Nordrhein jetzt den finanziellen Ausgleich für die Dauerleistungen gefordert. „Die Ressourcen in den Hausarztpraxen müssen abgesichert sein, sowohl personell als auch finanziell“, sagte Funken. Hier müsse die Politik endlich klare Leistungsvergütungen schaffen, damit diese Mehrarbeit für die staatlichen Aufgaben bezahlt werde. © hil/sb/aerzteblatt.de

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