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Ausland

Omikron nun in Europa dominierende Coronavariante

Montag, 24. Januar 2022

/Dominik Neudecker, stock.adobe.com

Stockholm/Genf – Die Omikron-Variante ist nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC inzwischen die dominierende Variante in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum. Omikron sei nun in den meisten betroffenen Ländern vorherrschend, ihr Anteil an den Coronainfektionen liege derzeit bei rund 78 Prozent, teilte das in Stockholm ansässige Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten am vergangenen Freitag mit.

Zum Europäischen Wirtschaftsraum zählen neben den 27 EU-Staaten noch Island, Liechtenstein und Nor­wegen. Die Coronainfektionen sind derzeit in ganz Europa auf dem Vormarsch: Laut den Daten der Nach­richtenagentur AFP haben die registrierten Infektionsfälle in der Region in der vergangenen Woche um neun Prozent zugenommen.

Die Akutphase der Coronapandemie könnte aus Sicht des Chefs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einem internationalen Kraftakt in diesem Jahr beendet werden. Dazu müssten unter anderem die Impflücken in ärmeren Ländern geschlossen werden, und es müsste mehr getestet werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus heute bei einer Sitzung des WHO-Exekutivrates in Genf.

Omikron „schafft eine glaubhafte Hoffnung auf Stabilisierung und Normalisierung“, sagte der WHO-Regi­onalchef für Europa, Hans Kluge. Diese Variante des Coronavirus führe zu wesentlich schwächeren Krank­heitsverläufen als die zuvor dominierende Delta-Variante.

Dennoch warnten Kluge und Tedros vor voreiligem Optimismus. „Es wäre gefährlich anzunehmen, dass Omikron die letzte Variante war und dass wir schon in der Endphase sind,“ sagte der WHO-Chef.

Kluge führte aus, wenn die derzeitige Omikron-Welle in Europa abgeebbt sei, werde es „für einige Wo­chen und Monaten eine globale Immunität geben, entweder dank der Impfung oder weil die Menschen wegen einer Infektion Immunität haben“. Hinzu kämen jahreszeitliche Effekte, fügte der WHO-Vertreter mit Blick auf den bevorstehenden Frühling und Sommer hinzu.

Nach Einschätzung der WHO könnten sich bis März 60 Prozent aller Menschen im Großraum Europa mit der Omikron-Variante infiziert haben. Omikron ist hochansteckend, löst aber bisherigen Studien zufolge in der Regel Erkrankungen mit einem milderen Verlauf aus als frühere Virusvarianten.

Durch die Coronapandemie starben nach AFP-Berechnungen auf Grundlage offizieller Daten bislang fast 5,6 Millionen Menschen. 1,7 Millionen dieser Corona-Toten wurden aus Europa gemeldet. © afp/aerzteblatt.de

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