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Delta-Variante ließ auch Kinder schwerer erkranken

Mittwoch, 26. Januar 2022

/famveldman, stock.adobe.com

München – Die Delta-Variante des Coronavirus hat auch bei Kindern zu schweren Erkran­kungen geführt. Das zeigen Patientenzahlen des Haunerschen Kinderspi­tals am LMU Klinikum München. Im November 2021 wurden dort 14 Kinder und Jugendliche behandelt – ein Höchststand, wie das Klinikum anlässlich der ersten Coronafälle in Deutschland vor zwei Jahren be­richtete.

Insgesamt wurden bisher 60 Kinder mit COVID-19-Infektion im Haunerschen Kinderspital behandelt, 15 von ihnen auf der Intensivstation, hiervon wiederum die meisten mit schweren Vorerkrankungen. Spezifi­sche Erfahrungen mit der Omikron-Variante bei Kindern und Jugendlichen gebe es noch nicht.

„Auch wenn bereits einige unserer Patienten mit Omikron infiziert waren, war der Verlauf nicht von dem der Delta-Variante zu unterscheiden“, sagte der stellvertretende Direktor der Kinderheilkunde im Hauner­schen Kinderspital, Johannes Hübner.

In den vergangenen zwei Jahren wurden auf den Intensivstationen des LMU Klinikums 570 Coronapa­tienten behandelt. Im Schnitt waren sie 61,4 Jahre alt, 70 Prozent waren Männer. Die mittlere Liegedauer auf der Intensivstation betrug 16,7 Tage – bei sonstigen Erkrankungen liegt der Schnitt bei etwa vier Tagen.

Ein Coronapatient war sogar 160 Tage auf der Intensivstation – er sei mittlerweile nach Hause entlassen. 94 Patienten wurden an der künstlichen Lunge behandelt, meist die letzte Option. 38 Patienten überleb­ten; zwei werden noch behandelt.

Wissenschaft und Medizin hätten viel gelernt und viele Leben gerettet. COVID-19 bleibe aber eine poten­ziell tödliche Krankheit, sagte Bernhard Zwißler, Direktor der Klinik für Anaesthesiologie. „Viele Patienten sind verstorben oder werden möglicherweise lebenslang an den Langzeitfolgen der Erkrankung leiden.“

Vor zwei Jahren war Corona in Deutschland angekommen. Am 27. Januar 2020 hatte das bayerische Gesundheitsministerium den ersten Fall der Lungenkrankheit gemeldet, die damals noch nicht COVID-19 hieß. © dpa/aerzteblatt.de

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