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Hochschulen

Befragung: Hohe psychische Belastung bei Studierenden

Mittwoch, 26. Januar 2022

/ kite_rin, stock.adobe.com

Hannover – Studierende sind in der Coronapandemie einer Befragung zufolge hohen psychischen Belas­tungen ausgesetzt. Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie das laufende Semester bisher psy­chisch nicht gut absolvieren konnten, wie aus einer gestern in Hannover vorgelegten Befragung des freien Zusammenschlusses von Studentinnenschaften (fsz) hervorgeht.

Demnach nahmen bundesweit vom 20. Dezember bis zum 14. Januar rund 7.622 Studierenden an der On­linebefragung teil. Die Be­fragung ist den Angaben zufolge nicht repräsentativ.

Rund zehn Prozent der Befragten nehmen nach eigener Aussage derzeit ein psycho­lo­gisches Beratungs­angebot in Anspruch, sechs Prozent stehen auf einer Warteliste und 43,5 Prozent sag­ten explizit, dass sie das Semester psychisch nicht gut absolvieren konnten – sind zusammen rund 60 Pro­zent. Was letzteres allerdings genau heißt, geht es aus der Befragung nicht hervor.

Fast die Hälfte der Studierenden (48 Prozent) gab an, dass das größte Problem während des Präsenz­be­triebs unter Coronabedingungen fehlende Raumkapazitäten an den Hochschulen seien. Fast jeder Dritte war der Ansicht, dass die Hygienemaßnahmen wie die Maskenpflicht nicht kontrolliert würden.

Mit Blick auf die Coronapandemie teilten die Studierendenvertreter mit, dass einheitliche Regeln an den Hochschulen in Niedersachsen wünschenswert wären. Zudem bedürfe es weiterer finanzieller Hilfen für die Studenten – viele hätten in der Pandemie einen Kredit aufgenommen, der in den kommenden Jahren abgezahlt werden müsse.

Die Coronaeinschränkungen an den Hochschulen sind derzeit sehr unterschiedlich im Bundesland. Dies hängt etwa damit zusammen, für welche Fächer Präsenz notwendig ist und für welche eher verzichtbar.
Wie schon in früheren Zeiten der Coronapandemie, wurde die Regelstudienzeit an niedersächsischen Hochschulen um ein Semester verlängert. Dies war nach Angaben des Wissenschaftsministeriums bereits in den vergangenen drei Semestern der Fall. Davon sollen etwa junge Leute profitieren, die Bafög beziehen.

Das Ministerium teilte auf Anfrage mit, dass die Abnahme von Prüfungen vor dem Hintergrund der rasant steigenden Coronafallzahlen mit der Omikron-Variante auch in diesem Semester erneut heraus­fordernd werden könnte.

Der Lehr- und Forschungsebetrieb soll demnach unter den 3G-Bedingungen fortgeführt werden. Eine Impfung oder Genesung ist somit keine zwingende Voraussetzung, Hochschu­len können allerdings strengere Regeln erlassen.

In dieser Woche soll im Landtag über die Novelle des Hochschulgesetzes abgestimmt werden. Der All­gemeine Studierendenausschuss der Universität Göttingen sieht diese Gesetzesänderung kritisch. Er be­fürchtet eine Gefährdung für die Demokratie an Hochschulen.

Demnach sehe der Entwurf vor, dass die Universitätspräsidien einige Rechten und Pflichten, die bisher beim Wissenschaftsministerium lägen, übertragen bekommen. Pippa Schneider, Vorsitzende des Aus­schus­ses, forderte, dass es künftig verpflichtend an einer Hochschule einen studentischen Vizepräsi­denten geben sollte. © dpa/aerzteblatt.de

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