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Innovationsfonds fördert drei Projekte der Charité

Mittwoch, 26. Januar 2022

/picture alliance, Bildagentur-online/Joko

Berlin – Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) fördert drei Projekte unter Leitung der Charité – Universitätsmedizin Berlin, die neue Konzepte der gesundheitlichen Versorgung erproben. Dafür stehen für eine Laufzeit von drei bis vier Jahren jeweils drei bis neun Millionen Euro zur Verfügung. An drei weiteren Projekten zu neuen Versorgungsformen ist die Charité als Partner beteiligt.

Die drei Projekte unter Charité-Leitung sind: „ADCompanion“: Hier geht es um die telemedizinische Be­treuung von Patienten mit Neurodermitis. Das Projektteam möchte ihnen Zugang zu validierten Schu­lungsmaterialien sowie individuellen Beratungen ermöglichen – unabhängig von ihrem Wohnort.

„Dieses digitale Versorgungsmodell soll insbesondere Personen aus strukturschwachen Regionen im Umgang mit der Erkrankung unterstützen“, hieß es aus der Charité. Leiterin von „ADCompanion“ ist Ste­phanie Dramburg von der Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Pneumologie und Immunologie mit In­tensivmedizin.

In dem Projekt „Stay@Home – Treat@Home“ geht es um ein Kooperationsnetzwerk für ambulant pflege­bedürftige Personen in Berlin sowie perspektivisch in Brandenburg. Zentrale Bausteine sind telemedi­zinische Angebote sowie einheitliche digitale Kommunikationsstrukturen für Pflegebedürftige und be­treuende Angehörige, um eine lückenlose Versorgung rund um die Uhr zu gewährleisten.

„Im besten Fall kann dieser präventive Ansatz einer weiteren kritischen Entwicklung des Zustandes vor­beugen und damit eine Aufnahme ins Krankenhaus vermeiden“, hieß es aus der Charité. Projektleiter sind Rajan Somasundaram, Zentrale Notaufnahme Charité am Campus Benjamin Franklin, und Nils Lahmann, Medizinische Klinik für Geriatrie und Altersmedizin der Charité.

Im dritten Vorhaben unter Charité-Leitung geht es um die Verbesserung der Frauengesundheit mit einem digital unterstützten Versorgungsmodell für Mädchen und junge Frauen mit Menstruationsschmerzen.

Ziel ist, diese Schmerzen zu lindern und Frauen mit einem erhöhten Risiko für Endometriose frühzeitig zu identifizieren und zu behandeln. Die Projektleitung haben Claudia Witt und Daniel Pach von Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité.

„Die neu geförderten Projekte zeigen sehr deutlich, dass Telemedizin und digitale Anwendungen als Erweiterung der bestehenden Versorgungsformen immer mehr an Bedeutung gewinnen. Diese Angebote haben das Potenzial, die intersektorale Versorgung durch die verschiedenen Leistungserbringer zu er­leichtern und unsere Patienten noch stärker am Behandlungsprozess zu beteiligen“, sagte Christoph Heintze, Sprecher der Plattform – Charité Versorgungsforschung. © hil/aerzteblatt.de

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