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Initiative für mehr Pflegekräfte wenig erfolgreich

Mittwoch, 26. Januar 2022

/picture alliance, Sebastian Willnow

Berlin – Der Bund hat seine Initiative für mehr Fach- und Hilfspersonal in stationären Pflegeeinrichtun­gen laut dem Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) verfehlt.

Mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) und dem Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesse­rungs­gesetz (GPVG) hatte der Gesetzgeber für stationäre Einrichtungen die Finanzierung von zusätz­li­chem Personal beschlossen, nämlich von 13.000 Pflegefachkraft- und 20.000 Assistenz­stellen.

Der DEVAP hat in einer Umfrage jetzt die Effekte erfasst. 155 Träger von stationären Pflegeein­rich­tungen haben sich laut dem Verband daran beteiligt.

„Lediglich 46 Prozent der diakonischen Träger haben die zusätzlichen Pflegefachkraftstellen bisher teil­weise oder ganz besetzt. Bei den Pflegeassistenzstellen ist die Quote mit 39 Prozent noch geringer“, be­richtet Wilfried Wesemann, Vorsitzender des DEVAP.

„Das Ziel, das Pflegepersonal in stationären Einrichtungen im Alltag spürbar durch eine bessere Perso­nal­­ausstattung zu entlasten und so die Pflege und Betreuung der Pflegebedürftigen zu verbessern, wurde damit deutlich verfehlt“, lautet sein Fazit.

Ein wichtiger Grund sei, dass entsprechendes Personal auf dem Arbeitsmarkt nicht zu finden sei. „Auch der zu hohe bürokratische Aufwand für die An- und Abmeldung der Zusatzkräfte aufgrund ständiger Per­so­nalveränderungen wie beispielsweise Kündigungen, Elternzeit, Langzeitkrank und aufgrund von Aus­lastungsschwankungen und Schwankungen beim Erreichen des Soll-Personals wurden als Ursachen für die geringe Besetzung dieser zusätzlichen Personalstellen benannt“, erläuterte Wesemann.

„Im Koalitionsvertag versprechen die Regierungsparteien den Ausbau der Personalbemessungsverfahren beschleunigen zu wollen, jedoch bringen uns bessere Personalschlüssel nichts, wenn der Arbeitsmarkt seit Jahren gänzlich leer ist. Einmalige Prämien sind kein ausreichender Anreiz. Die Politik muss dringend langfristig angelegte und tatsächlich wirksame Maßnahmen zur Aufwertung des Pflegeberufs ergreifen“, appellierte der DEVAP-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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