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Ausland

Lockerungen der Restriktionen in vielen Ländern

Donnerstag, 27. Januar 2022

/picture alliance, Frank Rumpenhorst

Wien/Kopenhagen – Wegen der in der Regel milderen Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit dieser Variante sowie wegen der zunehmenden Immunität der Bevölkerung durch Impfungen oder bereits über­wun­dene COVID-19-Erkrankungen entscheiden sich derzeit einige europäische Länder für Locke­rungen ihrer Coronarestriktionen oder denken darüber nach.

Österreichs Kanzler Karl Nehammer gab gestern das Ende des Lockdowns für Ungeimpfte ab Montag bekannt. Der Lockdown für Ungeimpfte sei „eine der strengsten Maßnahmen, die man setzen kann“, er­klärte Nehammer in Wien.

Die Lage in Österreichs Krankenhäusern ermögliche nun das Ende der seit dem 15. November geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Die Zahl der täglichen Coronaneuin­fektionen in Österreich er­reichte gestern mit gut 34.000 Fällen allerdings einen neuen Höchststand.

Nehammer mahnte auf Twitter, es sei „weiterhin Achtung geboten“. Er appellierte „an alle 1,5 Millionen Ungeimpften, sich impfen zu lassen“. Für Ungeimpfte gelten weiter Einschränkungen, denn der Besuch von Restaurants, Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen ist in Österreich Geimpften und Genesenen vorbehalten.

Derzeit sind gut 72 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Vergan­gene Woche hatte Österreich als erstes EU-Land eine allgemeine Coronaimpfpflicht für alle Erwach­senen beschlossen. Sie tritt am 4. Februar in Kraft.

Schwedens Gesundheitsministerin Lena Hallengren sagte gestern, bei einer Stabilisierung der Lage könnten am 9. Februar die meisten Coronarestriktionen im Land gestrichen werden. Die dänische Regie­rung will ab dem 1. Februar gar alle Coronarestriktionen aufheben.

In den Niederlanden dürfen Cafés und Restaurants seit gestern unter Auflagen wieder bis 22Uhr öffnen. Auch der Besuch von Kinos, Theatern, Museen und Fußballstadien ist wieder möglich. Der niederlän­di­sche Regierungschef Mark Rutte sagte vorgestern, die Lockerung erscheine „widersprüch­lich“, da die In­fektionszahlen „durch die Decke“ gingen. Seine Regierung lote hier aber bewusst die Grenzen des Mög­lichen aus.

England hat in der Nacht zu heute die meisten Coronarestriktionen aufgehoben. So gilt die Masken­pflicht in Innenräumen nicht mehr, auch muss der Gesundheitspass nicht mehr in Clubs und bei bestimmten Großveranstaltungen vorgezeigt werden.

Die Empfehlung der Regierung zur Arbeit im Homeoffice gilt ebenfalls nicht mehr. Trotz des nach wie vor hohen Niveaus der Infektionszahlen begrüßen viele Engländer die Entscheidung des unter Druck stehen­den Premierministers Boris Johnson.

In Deutschland hatten die Regierungschefs von Bund und Ländern am vergangenen Montag beschlossen, die gelten­den Schutzmaßnahmen beizubehalten. „Selbstverständlich betrachten wir auch die Entwick­lung in unseren Nachbarstaaten“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) gestern.

Für Deutschland sei der Zeitpunkt für Lockerungen aber noch nicht gekommen. „In anderen Ländern mit einer anderen Impfquote mag das anders sein“, fügte der Sprecher hinzu. © afp/aerzteblatt.de

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