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Medizin

Palliativversorgung bei Hirntumor: Vieles ist unklar

Dienstag, 1. März 2022

/peterschreiber.media, stock.adobe.com

Cardiff – Es gibt nicht genug Forschung zu frühen Palliativpflege-Interventionen bei Menschen mit primären Hirntumoren. Deswegen ist es unklar, von welchen Maßnahmen die Patienten und ihre Betreuer profitieren könnten. Das berichtet eine Cochrane-Arbeitsgruppe in einem neuen Review (Cochrane, 2022; DOI: 10.1002/14651858.CD013440.pub2).

Hirntumore können die körperlichen, neurokognitiven und sozialen Funktionen der Betroffenen beein­trächtigen. Das kann sich insbesondere auf die informellen Pflegepersonen auswirken, die oft nur unzu­reichende Unterstützung erhalten. Bei anderen Krebsarten gibt es laut der Arbeitsgruppe Hinweise darauf, dass der Zugang zu palliativer Unterstützung in den frühen Stadien der Erkrankung die Lebens­qualität der Betroffenen und ihrer Betreuer verbessern kann.

Die Forscher konnten nach einer umfangreichen Literaturrecherche keine Studien finden, die den Einfluss von spezialisierten Palliativteams auf die Ergebnisse für Patienten oder ihre Betreuer unter­suchten.

Letztlich konnten sie nur eine Studie einschließen, die sich auf einen singulären Symptombereich kon­zen­trierte – den der Kognition – bei einer Patientengruppe, von der etwa die Hälfte einen hochgradigen Tumor hatte. Die Studie teilte die Patienten nach dem Zufallsprinzip in eine Gruppe ein, die eine strukturierte kognitive Rehabilitationsmaßnahme erhielt, und in eine Gruppe, die die übliche Rehabi­litationsbehandlung mit Medikamenten und Physiotherapie erhielt.

Abgesehen von einer gewissen Verbesserung der visuellen Aufmerksamkeit und des verbalen Gedächt­nisses bei den Personen, die an der kognitiven Rehabilitation teilnahmen, gab es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Die Cochrane-Autoren stufen die Beweissicherheit jedoch als sehr gering ein. „Wir konnten weder in dieser noch in anderen Studien Belege für andere Aspekte der Palliativversorgung finden“, berichten sie.

„Es gibt nicht genug Forschung zu frühen Palliativpflege-Interventionen. Es sind Arbeiten erforderlich, die koordinierte Ansätze für die allgemeine Palliativversorgung und Interventionen untersuchen, die sich auf spezifische Aspekte der Palliation in dieser Bevölkerungsgruppe konzentrieren“, lautet das Fazit der Gruppe. © hil/aerzteblatt.de

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