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Bundeswehr: mehr psychische Erkrankungen, mehr Behandlungskontakte

Montag, 14. Februar 2022

/dpa, Sina Schuldt

Berlin – Die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die in Einsätzen psychisch erkrankt ist und ärztlich behan­delt werden muss, ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des AfD-Abgeordneten René Springer hervor.

Demnach sind im vergangenen Jahr 1.191 Soldaten wegen einer „einsatzbedingten psychischen Störun­gen in einer psychiatrischen Abteilung oder psychiatrischen fachärztlichen Untersuchungsstelle unter­sucht, be­handelt oder begutachtet“ worden.

Ein Jahr zuvor (2020) sind es noch 1.116 Bundeswehrsoldaten gewesen. Damit sind nach absoluten Zah­len 75 weitere Soldaten hinzugekommen. 2018 waren es noch 867.

Wie viele Soldaten neu erkrankt oder auch genesen sind, ist un­klar. Die Daten erfassen lediglich die in Be­handlung befindlichen Soldaten. Die Anzahl der psychisch erkrankten Soldaten ohne Einsatzbezug wird nicht erhoben.

Deutlich angestiegen ist im vergangenen Jahr die Anzahl der Behandlungskontakte bei bundeswehr­eige­nen Psychiatern und Psychotherapeuten, die in Zusammenhang mit einem Einsatz standen. Den Daten zu­folge gab es im vergangenen Jahr 3.215 Behandlungskontakte.

Das sind rund fünf Prozent mehr als im Jahr davor (2020: 3.064 Behandlungskontakte). 2018 lag die Zahl noch bei 2.220. Das waren 44.8 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Erfasst werden auch bei den Behandlungskontakte nur solche, die in Bezug zu einem Einsatz stehen.

„Die Zahl der einsatzbedingten Neuerkrankungen erreicht jährlich immer neue Höchststände“, betonte Sprin­ger. Die Soldaten verdienten die „bestmögliche Versorgung“. Das erfordere aber vor allem eine um­fassende Strategie für die Behandlung und Versorgung einsatzgeschädigter Soldaten. „Die fehlt bis heute“, bemängelte er. © may/EB/aerzteblatt.de

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