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101,7 Prozent: RKI erklärt Bremer Erwachsenenimpfquote

Mittwoch, 16. Februar 2022

/dpa, Ronny Hartmann

Bremen/Berlin – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Bremer Impfquote von mehr als 100 Prozent da­mit erklärt, dass auch Menschen ohne Wohnsitz in Bremen erfasst sind, die sich dort haben impfen las­sen – etwa Seeleute oder Pendler aus dem Nachbarbundesland.

Bremen wird immer wieder als bundesweiter Vorreiter bei der Impfquote genannt, sie liegt dort aktuell bei Erwachsenen über 18 Jahren bei der Erstimpfung bei 101,7 Prozent und bei der Grundimmunisierung bei 100,2 Prozent, wie die Statistik des RKI ausweist. Zahlen, die nicht nur die CDU-Opposition in dem Bundesland stutzig machten, denn eine Impfquote von über 100 Prozent ist erklärungsbedürftig.

Rechnerisch sei eine solche Quote möglich, erläuterte das RKI heute. Denn: Die regionale Zuordnung aller Impfungen erfolge anhand des Ortes, wo geimpft werde und eben nicht anhand des Wohnortes der geimpften Person. Die Quote spiegelt also auch Impfungen von Menschen wider, die nicht in Bremen wohnen, sich aber dort haben impfen lassen.

Die Bremer Gesundheitsbehörde machte klar, dass sich das Impfangebot im kleinsten Bundesland grund­sätzlich an Bremer und an alle richte, die in Bremen arbeiteten. Außerdem bekämen auch Menschen ohne Papiere oder Wohnsitz sowie internationale Seeleute und LKW-Fahrer im Hafen ein Impfangebot. All diese Menschen werden in Bremen geimpft, wohnen aber zum Teil weder in Bremen noch in Bre­merhaven.

„Wir haben versucht, uns der Frage zu nähern, wie die Impfrate der Bremer und Bremerinnen tatsächlich ist“, sagte Lukas Fuhrmann, Sprecher der Gesundheitssenatorin. „Leider liegen nicht aus allen Bereichen umfassend Daten vor, weshalb nur eine sehr grobe Schätzung möglich ist.“

Der Sprecher verwies auf eine Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU-Fraktion, die erhebliche Zweifel an einigen politischen Aussagen zur Impfquote angemeldet hatte. Fuhrmann betonte, dass die Gesamtquote in Bremen „vermutlich wenige Prozentpunkte unter der RKI-Angabe“ liege. „Allerdings ist unsere Quote sicherlich immer noch sehr hoch.“ © dpa/aerzteblatt.de

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