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Ärzteschaft

In vielen Ländern Mangel an pädiatrischer Vorsorge

Montag, 21. Februar 2022

/picture alliance, Miro May

Gießen – In vielen Ländern fehlt es noch immer an strukturierter pädiatrischer Vorsorge und chirur­gi­scher Versorgung. Darauf macht die Gesellschaft für Tropenpädiatrie & Internationale Kinderge­sundheit (GTP) aufmerksam.

Weltweit würden täglich 16.000 Kinder an Krankheiten sterben, die meist heilbar sind, so die GTP. Etwa eine Million Kinder würden jährlich bereits bei der Geburt versterben.

Zudem würden etwa 80 Prozent der Kindersterblichkeit noch immer von ressourcenlimitierten Ländern in Afrika und Südasien getragen, auch wenn in vielen Bereichen der pädiatrischen Versorgung in den vergange­nen Jahren erhebliche Fortschritte hätten erzielt werden können.

Internationale Programme, wie zum Beispiel zur Bekämpfung von Malaria, HIV und Tuberkulose sowie die Stärkung von Impfstrategien und Neugeborenenprogrammen, hätten wesentlich zur Senkung der Kinder­sterblichkeit beigetragen.

Dennoch mangele es der GTP zufolge strukturell an Ambulanzen mit adäquaten diagnostischen Möglich­keiten für chronische, endokrinologische und neurologische Erkrankungen, palliativer Betreuung sowie kontinu­ierlicher, qualitativ guter Begleitung und Nachsorge.

Die GTP hat eine Umfrage gestartet, mit der erhoben werden soll, wie Nachwuchsmediziner deutsch­land­­weit in Studium und Beruf entsprechende Auslandsaufenthalte organisieren und anerkannt be­kommen. Das soll als Grundlage dienen, solche Projekte fest bei den Ärztekammern zu verankern.

Ein entsprechendes Pilotprojekt läuft bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), die einen sechs-monatigen Aufenthalt in der Pädiatrie am Universitätskrankenhaus in Blantyre (Malawi) von vornerein anerkennt. © aha/aerzteblatt.de

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