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Ärzteschaft

KV Thüringen zieht positive Honorarbilanz

Freitag, 25. Februar 2022

/vulkanismus, stock.adobe.com

Weimar – Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) bewertet die Honorarentwicklung in den vergangenen zwei Jahren verhalten positiv.

„Wenn wir die ersten drei Quartale des Jahres 2021 mit den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 ver­gleichen, so ergibt sich ein GKV-Gesamthonorarzuwachs von drei Prozent beziehungsweise von 25,5 Millionen Euro“, sagte die erste KV-Vorsitzende Annette Rommel bei der KV-Vertreterversammlung am 23. Februar.

Die budgetierte Gesamtvergütung sei um 1,5 Prozent und die extrabudgetären Leistungen um fünf Pro­zent gestiegen. Bei Letzteren hätten sich besonders Leistungen niedergeschlagen, die mit dem Termin­service- und Versorgungsgesetz (TSVG) in Zusammenhang stünden, zum Beispiel Neupatientenfälle in der offenen Sprechstunde.

„Dieser Honorarzuwachs macht sich insbesondere im fachärztlichen Vergü­tungsanteil bemerkbar. Dort stieg das Honorar von 513 Millionen Euro auf 541 Millionen Euro“, so Rommel. Im hausärztlichen Vergü­tungsanteil sei das Gesamthonorar im Vergleichszeitraum hingegen „faktisch konstant geblieben“.

In den ersten drei Quartalen 2021 sind laut Rommel auch die Behandlungsfälle um 1,5 Prozent ange­stiegen – von 12,9 Millionen Fälle 2020 auf 13,15 Millionen Fälle 2021. Bei den Hausärzten betrug dieser Anstieg knapp drei Prozent und bei den Fachärzten rund ein Prozent.

Rommel ging auch auf Ausgleichszahlungen ein, die Praxen wegen pandemiebedingter Ausfälle erhalten haben. „Insgesamt wurden im Jahr 2020 294 Schutzschirmanträge positiv beschieden und eine Schutz­schirmzahlung von 2,97 Millionen Euro ausgezahlt, davon entfielen 1,94 Millionen Euro auf extrabudge­täre Leistungen, so Rommel.

Dieser gesetzliche Schutzschirm sei aber bekanntermaßen Ende 2020 ausgelaufen. Die KV habe in der Folge eine Regelung in den Honorarverteilungsmaßstab aufgenommen, um pandemiebedingte Honorar­rückgänge zumindest im Bereich der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung aufzufangen.

Im ersten Quartal 2021 seien 124 entsprechende Anträge bei der KV eingegangen, von denen 27 positiv beschieden wurden. Für das zweite Quartal 2021 seien 102 Anträge eingegangen, die sich noch in der Bearbeitung befänden. „Man sieht deutlich, dass unser Honorarverteilungsmaßstab so etwas wie ein individueller Schutzschirm ist“, betonte Rommel. © hil/aerzteblatt.de

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