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Ausland

18 Milliarden Dollar für Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria benötigt

Freitag, 25. Februar 2022

/Riccardo Niels Mayer, stock.adobe.com

Genf/Berlin – Im Schatten der Coronapandemie haben sich aufgrund überlasteter Gesundheitssysteme vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern auch andere Krankheiten ausgebreitet: So starben allein 2020 im Vergleich zum Vorjahr weltweit rund 100.000 mehr Menschen an Tuberkulose. Die Zahl der Malaria-Toten ist 2020 erstmals seit 20 Jahren wieder gestiegen, der Zugang zu HIV-Tests und Aids-Therapien ließ während der Pandemie vielerorts ebenfalls zu wünschen übrig.

Vor diesem Hintergrund hat der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) die internationale Gebergemeinschaft aufgerufen, sich stärker für die Bekämpfung dieser Krank­heiten einzusetzen. Um Aids, Tuberkulose und Malaria in den kommenden Jahren weltweit wirksam ein­dämmen zu können, benötigt der Globale Fond rund 18 Milliarden US-Dollar.

Mit diesen Geldern könnte der Globale Fonds eigenen Aussagen zufolge zwischen 2024 und 2026 die Sterblichkeit aufgrund der drei Krankheiten um 64 Prozent reduzieren, 450 Millionen Infektionen bezie­hungsweise Krankheitsfälle verhindern und die Zahl der Todesfälle bis 2026 von 2,4 Millionen (2020) auf 950.000 senken.

Zudem will der Fonds mit den benötigten Mitteln einen Beitrag zur weltweiten Pandemievorsorge leis­ten und dabei auf den Erfahrungen in der Bekämpfung der drei Epidemien HIV, Tuberkulose und Malaria aufbauen.

„Wir vor einer klaren Entscheidung: Entweder wir erhöhen die Mittel oder wir geben die Hoffnung auf, diese Epidemien bis 2030 endgültig zu beenden", sagte Peter Sands, Exekutivdirektor des Globalen Fonds, im Rahmen einer virtuellen Konferenz mit Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze, den Präsidenten von Senegal, Ruanda, Kenia, Südafrika und der DR Kongo sowie Vertretern der Zivilgesell­schaft und der von den Krankheiten betroffenen Gemeinschaften.

Entwicklungsministerin Schulze sicherte bereits deutsche Unterstützung zu: „Wir werden uns im Herbst mit einem substanziellen Betrag an der Wiederauffüllung des Globalen Fonds beteiligen und rufen die Staatengemeinschaft auf, dieses wichtige Instrument weiter zu unterstützen."

Die Bundesrepublik ist mit einem Kernbeitrag von einer Milliarde Euro für den Zeitraum 2020 bis 2022 der viertgrößte GFTAM-Geber und hat in den Jahren 2020 und 2021 unter anderem für Covid-19-Tests und Schutzausrüstung für Gesundheitspersonal weitere 290 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. © hil/sb/aerzteblatt.de

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