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Ausland

+++ Finnland hebt Corona-Be­schränkungen auf +++ Hongkong erwägt neuntägigen Corona-Lockdown +++

Dienstag, 1. März 2022

/Aldeca Productions, stock.adobe.com

Berlin – In vielen Ländern der Welt spielt das Coronavirus SARS-CoV-2 eine Rolle. Die Coronalage in der Welt im Überblick. Heute: Die Lage in Finnland, Hongkong, Mallorca, Südafrika und Lettland.

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Finnland hebt als letztes nordisches Land Corona-Beschränkungen auf

Helsinki – In Finnland sind am Dienstag die letzten Corona-Beschränkungen weggefallen. In Restaurants gibt es ab dem 1. März keine Begrenzungen mehr, was Ausschank, Öffnungszeiten, Kundenzahl und Sitzplätze angeht. Allerdings empfehlen die Behörden den Finnen noch, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln Maske zu tragen. Pflicht ist das aber nicht.

Damit gelten in allen nordischen Ländern im Inland nur noch Empfehlungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie. Dänemark hatte schon Anfang Februar praktisch alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Kurz darauf verkündeten auch Schweden und Norwegen das Ende aller Beschränkungen. Island folgte vor rund einer Woche.

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Hongkong erwägt neuntägigen Corona-Lockdown

Hongkong – Wegen explodierender Corona-Zahlen erwägt die chinesische Sonderverwaltungsregion Hongkong laut eines Medienberichts einen neuntägigen Lockdown. Es werde erwartet, dass die Regierung einen „groß angelegten Lockdown“ verhängen wird, zitierte die Zeitung „South China Morning Post“ am Dienstag eine mit dem Vorgang vertraute Quelle. Die Einschränkungen werden demnach für neun Tage ab Mitte März erwartet, wenn in der 7,5-Millionen-Einwohner-Metropole ein Massentest der gesamten Bevölkerung beginnen soll.

Jeder Bewohner Hongkongs soll demnach drei Mal getestet werden. Unklar sei laut der Quelle noch, wie genau der Lockdown aussehen soll. Anders als in Großstädten auf dem chinesischen Festland, wo Menschen ihre Wohnungen zum Teil überhaupt nicht mehr verlassen durften, werde in Hongkong etwa ein Szenario diskutiert, in dem Supermärkte geöffnet sind, um Lebensmittel kaufen zu können.

Nach zwei Jahren weitgehend erfolgreicher Vorbeugung gegen das Virus erreichte die Zahl neuer Infektionen in Hongkong, das eine „dynamische Null-Corona-Strategie“ verfolgt, in den vergangenen Tagen immer neue Rekordwerte. Täglich wurden zuletzt mehrere Zehntausend Infektionen gemeldet. Die Corona-Strategie der Regierung zog dabei immer mehr Kritik auf sich.

Trotz der hohen Fallzahlen und vielfach milden Verläufen sehen die Regeln vor, alle Infizierten im Krankenhaus oder speziellen Quarantäneeinrichtungen zu isolieren, was viele Hongkonger als unverhältnismäßig empfinden. Zugleich kritisierten Experten die geringe Impfquote bei älteren Menschen, wodurch es in dieser Altersklasse derzeit zu relativ vielen Todesfällen kommt. Die Pekinger Zentralregierung schickte Helfer nach Hongkong, um die Pandemie mit allen Mitteln einzudämmen.

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Mallorca hebt fast alle Corona-Einschränkungen auf

Palma – Mallorca hebt die meisten der noch geltenden Corona-Einschränkungen auf. Dies solle für alle Balearen-Inseln bereits mit der Veröffentlichung im Amtsblatt an diesem Dienstag gelten, teilte die Regionalregierung am Montag mit. Nur die weiterhin in ganz Spanien geltende Maskenpflicht in Innenräumen sowie das Rauchverbot in den Außenbereichen von Gaststätten bleiben im liebsten ausländischen Urlaubsziel der Deutschen bestehen.

Der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela, begründete die Entscheidung mit der guten Entwicklung der Infektionszahlen sowie mit der hohen Impfquote auf den Balearen. Abgeschafft werden zahlreiche Restriktionen – darunter die Beschränkungen der Besucherzahlen - etwa in der Gastronomie, im Nachtleben, bei Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen sowie auch in Seniorenheimen. Viele der Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie waren auf den Balearen bereits in den vergangenen Wochen immer mehr gelockert worden.

Die Corona-Zahlen sinken auf Mallorca, den anderen Balearen-Insel und in ganz Spanien seit Wochen rapide. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen betrug auf den Balearen zuletzt 204, nachdem dieser Wert vor einem Monat noch bei mehr als 1400 gelegen hatte. Zum Vergleich: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Spanien landesweit bei 244. In Deutschland lag sie heute bei 1238,2.

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Erstmals seit Mai 2020 kein Corona-Todesfall in Südafrika verzeichnet

Johannesburg – Südafrika hat zum ersten Mal seit Mai 2020 keinen einzigen Corona-Todesfall binnen 48 Stunden verzeichnet. Die Mitteilung des Nationalen Instituts für übertragbare Krankheiten löste heute vorsichtigen Optimismus bei Gesundheitsexperten aus. „Wir wissen zwar, dass die Zahl der gemeldeten Todesfälle etwa um den Faktor drei unterschätzt wird“, sagte Shabir Madhi, Professor für Vakzinologie an der Witwatersrand-Universität. „Aber selbst dann ist die Rate im Moment sehr niedrig.“

In den südafrikanischen Krankenhäusern würden derzeit auch fast keine Corona-Patienten mehr behandelt, sagte Madhi, der die positive Entwicklung auf die Impfungen und die Auswirkungen vergangener Infektionswellen zurückführt.

Allein in der bevölkerungsreichsten Provinz Gauteng haben Statistiken zufolge mindestens 80 Prozent der Einwohner eine Corona-Infektion durchgemacht. Mahdi geht davon aus, dass die Lage im Rest des Landes ähnlich ist.

Die heftigen Infektionswellen hätten zwar zu vielen Todesfällen geführt, ein großer Teil der Bevölkerung habe nun aber einen guten Schutz gegen einen schweren Krankheitsverlauf aufgebaut, sagte Mahdi. Südafrika hat seit Pandemie-Beginn mehr als 3,6 Millionen Infektions- und fast 100.000 Todesfälle registriert.

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Lettland hebt zahlreiche Corona-Beschränkungen auf

Riga – In Lettland sind heute mit Ende des im Oktober 2021 verhängten Gesundheitsnotstands zahlreiche Corona-Beschränkungen weggefallen. In dem baltischen EU-Land muss seit dem 1. März im Einzelhandel kein sogenannter Grüner Pass für Geimpfte oder Genesene mehr vorgezeigt werden.

Auch die bislang geltenden Beschränkungen der Öffnungszeiten werden aufgehoben, Unterhaltungs- und Freizeitstätten dürfen wieder Kunden empfangen. Dort gilt ebenso wie im gastronomischen Bereich, bei Veranstaltungen und für mehrere Berufsfelder aber bis 1. April weiter die 2G-Regel. Gültig bleiben zudem Maskenpflicht, Abstandsregeln und Hygienevorschriften. © dpa/aerzteblatt.de

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