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Vergewaltigungs­vorwürfe gegen Arzt, Durchsuchung in Klinik

Mittwoch, 2. März 2022

/picture alliance, Friso Gentsch

Bielefeld – Das Evangelische Klinikum Bethel in Bielefeld ist heute im Zusammenhang mit Vergewalti­gungs­vorwürfen gegen einen Arzt durchsucht worden. Eine Sprecherin der Duisburger Staatsanwalt­schaft sagte, bei der Aktion sollten Unterlagen gesichert werden.

Hintergrund der Durchsuchung seien Ermittlungen gegen mehrere Verantwortliche des Klinikums unter anderem wegen des Verdachts der Beihilfe zur Vergewaltigung durch Unterlassen. Das Westfalen-Blatt hatte zuvor über die Durchsuchung berichtet.

Ein Assistenzarzt, der im Klinikum tätig war, soll mehrere Patientinnen betäubt und vergewaltigt haben. Er hatte sich nach seiner Festnahme im Herbst 2020 in der Untersuchungshaft das Leben genommen. Ein Verfahren gegen einen Geschäftsführer und zwei leitende Ärzte der Klinik waren im Mai 2021 von der Staatsanwaltschaft in Bielefeld eingestellt worden. Damals hieß es, Verstöße gegen die Sorgfalts­pflicht beziehungsweise Körperverletzung durch Unterlassung seien nicht sicher festgestellt worden. Die Einstellung war auf viel Kritik gestoßen.

Das NRW-Justizministerium hatte im Herbst 2021 die Duisburger Staatsanwaltschaft mit der Wiederauf­nahme des Verfahrens gegen Klinik-Verantwortliche beauftragt. Seitdem wurden zahlreiche Ermittlungs­­akten ausgewertet.

Heute kam es dann zu der Durchsuchung der Bielefelder Polizei. Laut Westfalen-Blatt soll es bei der Aktion nach unbestätigten Berichten um mutmaßlich manipulierte Patientenakten gehen. © dpa/aerzteblatt.de

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