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Hilfsorganisation: Erstes deutsches Hebammenmobil in Flutgebieten

Donnerstag, 3. März 2022

Das Hebammenmobil des Arbeiter-Samartiter-Bunds (ASB) steht in Ahrweiler auf einem Parkplatz bereit. Ab der kommenden Woche soll es die Versorgung von Schwangeren und Wöchnerinnen im Flutgebiet an der Ahr verbessern. Zahlreiche Hebammenpraxen wurden durch die Hochwasserkatastrophe zerstört./picture alliance, Thomas Frey

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Köln – Nach dem tödlichen Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geht ein Hebammenmobil an den Start, das nach Betreiberangaben das erste diese Art in Deutschland ist.

Für Familien in Flutgebieten – mit teils noch beschädigten Straßen – sei es oft leichter, wenn der weiß-gelbe Bus mit einer Hebamme zu ihnen komme, als sich selbst auf womöglich weite Wege zu machen, sagte die Projektleiterin Stefanie Könitz-Goes vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) der Deutschen Presse-Agentur. Morgen soll das Hebammenmobil in Bad Neuenahr-Ahrweiler vorgestellt werden.

Vom 10. März an soll es dann in den rheinland-pfälzischen und nordrhein-westfälischen Gebieten der Flut vom Sommer 2021 im Einsatz sein.

Es sei ein niedrigschwelliges und kostenloses Angebot für Schwangere und Wöchnerinnen, erklärte Könitz-Goes. Kommunen könnten ihren Bedarf mitteilen und Frauen sich für Termine anmelden, aber auch spontan kommen. Aus diesen Anforderungen ergäben sich die Routen der Praxis auf vier Rädern mit einer Hebamme aus der jeweiligen Region und einem Rettungssanitäter an Bord.

„Der Bus ist zwei Monate lang umgebaut worden. Jetzt hat er eine Liege, einen Besprechungsbereich, ein Waschbecken, eine Babywaage, einen Wehenschreiber und eine Spielecke für Geschwisterkinder“, sagte die Projektleiterin. Finanziert worden sei das Fahrzeug mit Spenden über die „Aktion Deutschland Hilft“. Laut ASB ist das Hebammenmobil das erste dieser Art hierzulande. Kauf, Umbau und ein einjähriger Betrieb schlügen dabei mit gut einer halben Million Euro zu Buche.

Extremer Starkregen hatte am 14. und 15. Juli 2021 vor allem in Westdeutschland Hochwasser mit mehr als 180 Toten ausgelöst. Besonders betroffen waren die Flüsse Ahr und Erft in den Kreisen Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und Euskirchen (Nordrhein-Westfalen). Tausende Häuser wurden beschädigt oder zerstört. © dpa/aerzteblatt.de

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