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In Coronapandemie deutlich weniger HPV-Impfungen bei Kindern

Donnerstag, 3. März 2022

/Sherry Young, stock.adobe.com

Hamburg – In der Coronapandemie wurden deutlich weniger Kinder und Jugendliche gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft. So sank die Erstimpfungsquote bei Mädchen 2020 im Vergleich zum Vorjahr um über 14 Prozent. Bei den Jungen war es ein Rückgang um rund neun Prozent. Das ist das Ergebnis einer Sonderanalyse zum Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit anlässlich des Welt-HPV-Tags am 4. März.

„Der deutliche Rückgang der HPV-Erstimpfungen bei Kindern und Jugendlichen in der Coronapandemie ist ein Alarmsignal“, sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. „Die HPV-Impfung schützt junge Menschen vor Krebserkrankungen. Sie ist wichtig und richtig. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir müssen Eltern bei diesem Thema sensibilisieren und aufklären, um die Gesundheit der zukünftigen Generation zu schützen.“

Für die Sonderanalyse untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Vandage und der Universität Bielefeld anonymisierte Abrechnungsdaten von rund 385.000 Kindern und Jugendlichen im Alter neun bis 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind. Analysiert wurden die Jahre 2019 und 2020.

Die Daten zeigen, dass die Erstimpfungsquote bei Jungen nahezu das Niveau der Mädchen erreicht hat. So erhielten 2020 elf Prozent der Jungen im Alter zwischen neun und 17 Jahren eine HPV-Impfung. Bei den Mädchen waren es zwölf Prozent. Trotzdem liegt die Gesamt-Impfquote der Jungen deutlich unter der Quote der Mädchen.

Laut Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) betrug der Anteil vollständig gegen HPV geimpfter Mädchen Ende 2019 rund 47 Prozent, während lediglich fünf Prozent aller Jungen vollständig geimpft waren (Angaben für 15-Jährige, Geburtsjahr 2004).

Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine HPV-Impfung für Mädchen und seit 2018 auch für Jungen. Humane Papillomviren werden sexuell übertragen und können Gebärmutterhalskrebs und Krebs im Mund-Rachen-Raum verursachen. Eine Impfung sollte idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. © EB/aha/aerzteblatt.de

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