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Medizin

Menschliche Immunitätstypen beeinflussen Verlauf einer Tuberkulose

Donnerstag, 24. März 2022

/Giovanni Cancemi, stock.adobe.com

Houston – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass rund 1/4 der Weltbevölkerung mit Mycobacterium tuberculosis infiziert ist. Jedes Jahr erkranken 10 Millionen Menschen an einer Tuberkulose (TB) und jährlich sterben mehr als 1,5 Millionen Menschen an dieser Krankheit.

Allerdings erkrankt nur eine Minderheit derjenigen Menschen, die sich mit Mycobacterium tuberculosis infiziert haben. Bei denjenigen, die an TB erkranken, kann der Krankheitsverlauf wiederum sehr unter­schiedlich sein.

Einem internationalen Forscherteam ist es jetzt gelungen, mittels einer großangelegten Analyse unterschiedliche Immunantworten von Tuberkuloseerkrankten zu charakterisieren und Patientengruppen zu identifizieren, die eine zu geringe oder eine zu starke Immunantwort auf den bakteriellen Erreger zeigten. Durch diese Gruppierung könnten in Zukunft die Therapieergebnisse maßgeblich verbessert werden, so die Hoffnung der Forscher. Die Arbeit ist im European Respiratory Journal erschienen (2022; DOI: 10.1183/13993003.02263-2021).

Die Arbeitsgruppe des Baylor College of Medicine und des Texas Children’s Hospital in Houston, Texas, hat gemeinsam mit Partnern des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) große Datensätze aus zuvor veröffentlichten Publikationen genutzt, um die Immunantwort von TB-Patienten zu charak­terisieren. Hierbei konzentrierten sie sich auf die unterschiedliche Produktion von Ribonukleinsäuren (RNA) in Blutzellen.

So konnten sie bestimmte Gruppen unter den TB-Patienten ausmachen, die mit einer zu gering oder einer zu ausgeprägten Immunität einhergingen. Die verschiedenen Gruppen bezeichnete die Arbeits­gruppe als „Endotypen“.

Mithilfe von Computermodellen sagte das Team auch voraus, welche Art von Medikamenten notwendig wäre, um das Immunsystem der verschiedenen Endotypen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
„Die Ergebnisse dieser Studie werden den Weg für wirtsspezifische Therapien für einzelne Gruppen von TB-Patienten ebnen, mit dem großen Potenzial, die Behandlungsergebnisse für die tödlichste aller bakteriellen Infektionskrankheiten zu verbessern,“ sagte Jan Heyckendorf, TB-Forscher vom DZIF aus Borstel und Kiel, einer der Erstautoren der Studie. © hil/aerzteblatt.de

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