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Medizin

Studie: Mammografie kann kardiovaskuläre Risiken abschätzen

Donnerstag, 17. März 2022

/Valerii, stock.adobe.com

Oakland – Die Gefäßverkalkungen, die mit zunehmendem Alter häufiger in der Mammografie sichtbar werden, könnten genutzt werden, um die kardiovaskulären Risiken von postmenopausalen Frauen besser abzuschätzen, berichten Forscher in Circulation Cardiovascular Imaging (2022; DOI: 10.1161/CIRCIMAGING.121.013526).

Die Verkalkungen, die auf der Mammografie als weiße parallele Linien erscheinen, befinden sich in den Wänden der dort verlaufenden Arterien. Als solche sind sie ein Anzeichen für eine Arteriosklerose, die sich auch in anderen Arterien im Körper entwickelt hat. Das MINERVA-Projekt („MultIethNic Study of BrEast ARterial Calcium Gradation and CardioVAscular Disease“) untersucht seit 2010, ob eine Densito­metrie der Brustdrüse genutzt werden könnte, um das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen besser abzuschätzen, die bekanntlich Folge einer zunehmenden Arteriosklerose im Alter sind.

Dazu werden die Kalkablagerungen in den Röntgenaufnahmen quantifiziert und mit den später auftre­ten­den Erkrankungen verglichen. In früheren Analysen hatte das Team um Carlos Iribarren vom For­schungsinstitut des Krankenversicherers Kaiser Permanente in Oakland bereits zeigen können, dass der „Brustkalk“ mit dem Knöchel-Arm-Index (einem Maß für periphere arterielle Verschlusskrankheit) asso­ziiert war. Eine Verbindung mit kognitiven Beeinträchtigungen und einer Demenz oder mit der Knochen­mineraldichte des Knochens ließ sich dagegen nicht herstellen.

Für die aktuelle Studie haben die Forscher die Mammografien von 5.059 Frauen im Alter von 60 bis 79 Jahren analysiert. Bei 1.338 Frauen (26,5 %) wurden Verkalkungen entdeckt. In den folgenden 6,5 Jahren erlitten 427 Frauen ein arteriosklerotisches Herz-Kreislaufereignis (ASCVD), darunter waren 155 Frauen mit Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die Analyse ergab, dass das Vorhandensein von „Brustkalk“ mit einem um 51 % erhöhten Risiko auf ein ASCVD (Hazard Ratio 1,51; 95-%-Konfidenzintervall 1,08 bis 2,11) assoziiert war. Das Risiko auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall stieg um 23 % (Hazard Ratio 1,23; 1,002-1,52).

Eine weitere Analyse ergab, dass der Nachweis der Verkalkungen in der Brustdrüse genutzt werden könnte, um die Genauigkeit der Vorhersage eines Herz-Kreislaufereignisses mit dem „Heart Risk Calculator“ der US-Kardiologenverbände (ACC/AHA) zu verbessern. Das „net reclassification improvement“, das diese Eigenschaft beschreibt, war mit einem Wert von 0,11 und einem 95-%-Konfidenzintervall on 0,01 bis 0,22 signifikant. Bevor die Kardiologenverbände die Ergebnisse der Densitometrie akzeptieren, müssten die Ergebnisse noch in weiteren Kohorten bestätigt werden. © rme/aerzteblatt.de

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