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Medizin

Wenig Evidenz für eine Monotherapie mit Clonazepam bei neu diagnostizierter Epilepsie

Montag, 4. April 2022

/Soni's, stock.adobe.com

Merano – Es gibt nur begrenzte und sehr wenig gesicherte Erkenntnisse aus randomisierten kontrol­lierten Studien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Clonazepam zur Monotherapie von Epilepsie. Das berichtet eine Arbeitsgruppe der Cochrane Epilepsy Group in einem neuen Review (2022; DOI: 10.1002/14651858.CD013028.pub3).

Laut den Autoren ist eine Monotherapie vom Grundsatz her die beste Option zur Behandlung von Menschen mit neu diagnostizierter Epilepsie. Clonazepam – ein Benzodiazepin – sei ein Medikament, das die Zahl der epileptischen Anfälle verringern könne.

„Wir durchsuchten also elektronische Datenbanken mit dem Ziel, die Ergebnisse aller gut durchge­führten Studien zu diesem Thema zu kombinieren, um festzustellen, wie wirksam Clonazepam die Zahl der Anfälle bei Menschen mit neu diagnostizierter Epilepsie verringert“, berichten die Autoren des Reviews.

Sie fanden allerdings nur 2 kleine Studien, in denen Clonazepam mit einem anderen Medikament bei 2 verschiedenen epileptischen Syndromen verglichen wurde, nämlich bei der mesialen Temporallappen­epilepsie und bei Absence-Anfällen (bei Kindern).

In der Studie zur mesialen Temporallappenepilepsie wurde Clonazepam mit Carbamazepin verglichen, in der Studie zu Absence-Anfällen mit Ethosuximid. „Wir bewerteten beide Studien als von schlechter Qualität“, so die Cochrane-Autoren.

In den Studien wurden die Teilnehmer nicht lange genug beobachtet, und die Gesamtzahl der Teilneh­mer war zu gering, um eindeutige Schlussfolgerungen über die Rolle von Clonazepam in der Mono­therapie zu ziehen – nämlich insgesamt nur 115.

„Es liegen derzeit keine ausreichenden Erkenntnisse vor, um die Anwendung von Clonazepam als Mono­therapie bei Epilepsie zu unterstützen“, lautet das Fazit der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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