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Ärzteschaft

Schnittstellen­problematik vor Krankenhausreform klären

Mittwoch, 23. März 2022

/Georgiy, stock.adobe.com

Berlin – Bei der Reform der Krankenhausversorgung „nicht den zweiten vor dem ersten Schritt zu ma­chen“ mahnt der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa). „Deutschland benötigt ohne Frage drin­gend eine Reform der Krankenhausversorgung“, hieß es aus dem Verband.

Diese könne aber nur gelingen, wenn zuvor das Reformvorhaben der Hybrid­fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG) angegangen werde und die Abschottung der Sektoren­grenzen zwischen ambulan­ter und stationärer Versorgung ein Ende fände. Diese Hybrid-DRG stehen auch auf der Agenda der Politik.

„Um die Ambulantisierung bislang unnötig stationär erbrachter Leistungen zu fördern, setzen wir zügig für geeignete Leistungen eine sektoren­gleiche Vergütung durch sogenannte Hybrid-DRG um“, heißt es im Koalitionsvertrag der neuen Bundes­regierung. Die Ampelkoalition will damit die Sektorengrenze durch­lässiger machen dazu beitragen, dass mehr Leistungen ambulant erbracht werden.

„Versorgung in Krankenhäusern muss neu gedacht werden. Dafür sind die Türen der Fachärzteschaft an allen Enden offen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des SpiFa, Helmut Weinhart.

Die niedergelassenen Fachärzte seien bereit, einen wachsenden Anteil an potenziell ambu­lant zu er­bringenden Versorgungsleistungen zu übernehmen, um die Krankenhäuser an dieser Stelle zu ergänzen und zu entlasten, sowie damit einen Strukturwandel im deutschen Gesundheitswesen zu begleiten.

SpiFa-Vorstandsmitglied Jörg Karst forderte rasches Handeln: „Es gibt vielerorts Reformbedarf im Ge­sund­heitswesen. Die Einführung von Hybrid-DRGs ist aber Voraussetzung für weitere Reformvorhaben und sollte möglichst bald angegangen werden“, betonte er. © hil/aerzteblatt.de

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