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Personalnot bleibt Problem Nummer eins der Gesundheits­wirtschaft

Dienstag, 29. März 2022

/sudok1, stock.adobe.com

Berlin – Der Mangel an Fach- und Hilfskräften bleibt die zentrale Herausforderung für die deutsche Gesundheitswirtschaft. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, an dem sich bis Mitte Februar rund 700 Betriebe beteiligt haben.

Demnach leiden 81 Prozent der Gesundheits- und sozialen Dienste weiter unter großer Personalnot (Vorjahr 83 Prozent). „Gerade in den dienstleistungsintensiven Bereichen der Gesundheitswirtschaft bleibt die Besetzung freier Stellen das Problem Nummer eins”, sagte der stellvertretende DIHK-Haupt­geschäftsführer Achim Dercks.

Die Personalnot sei hier sogar noch deutlich größer als in der Wirtschaft insgesamt, wo mit durchschnitt­lich 61 Prozent so viele Unternehmen wie noch nie Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko beschrieben.

Bei den Gesundheits- und Pflegedienstleistern komme der Druck angesichts der Demografiesituation aber von zwei Seiten: Zum einen gebe es immer weniger Nachwuchs, zum anderen steige die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stark an, so Dercks.

Zusätzlich zum Fachkräftemangel belasten Rohstoffpreise und Energieengpässe über die Hälfte der Un­ternehmen in der Gesundheitswirtschaft. 42 Prozent der Betriebe aus der Medizintechnik litten zudem unter Lieferengpässen.

Nur noch knapp die Hälfte (46 Prozent) wollen laut der Befragung in Produktinnovationen investieren. Dies ist laut DIHK der niedrigste Wert seit sieben Jahren. Über die genannten Störungen in der Logistik hinaus belaste die Unternehmen in dieser Branche auch die neue Verordnung der Europäischen Union für Medizinprodukte.

„Insgesamt gesehen, war die Gesundheitswirtschaft im vergangenen Jahr noch verhalten optimistisch. Davon ist heute nichts mehr zu spüren“, lautet Dercks Fazit.

Einzig in der Pharmaindustrie erlebten die Unternehmen gerade einen gegenläufigen Trend: 43 Prozent stuften ihre Geschäftserwartungen als positiv, weitere 46 als unverändert ein. Viele Unternehmen wollten im Laufe des Jahres weitere Stellen ausschreiben und Kapazitäten aufstocken, signalisiert die DIHK-Umfrage. © hil/aerzteblatt.de

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