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Ärzteschaft

Warnstreiks von Ärztinnen und Ärzten an mehreren hundert kommunalen Kliniken

Donnerstag, 31. März 2022

Tausende Demonstranten nehmen an der zentralen Kundgebung des Marburger Bunds auf dem Römerberg teil. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatte bundesweit Ärzte in kommunalen Kliniken zum Warnstreik aufgerufen. /picture alliance, Arne Dedert

Frankfurt am Main – Im Tarifkonflikt um die an kommunalen Krankenhäusern tätigen Ärztinnen und Ärz­te hat die Gewerkschaft Marburger Bund heute Warnstreiks an mehreren hundert Kliniken bundesweit orga­nisiert.

Rund 4.000 Medizinerinnen und Mediziner hätten parallel dazu an einer zentralen Streikkundgebung in Frankfurt am Main teilgenommen, erklärte der Marburger Bund.

Die Gewerkschaft fordert für rund 55.000 Ärztinnen und Ärzten an den kommunalen Krankenhäusern eine lineare Erhöhung der Gehälter um 5,5 Prozent für die Laufzeit von einem Jahr. Außerdem soll es klare Gren­zen für Bereitschaftsdienste sowie eine generelle Begrenzung der Rufbereitschaft auf höchs­tens zwölf Rufdienste pro Monat geben. Die Arbeitgeberseite bot 3,3 Prozent mehr Lohn in zwei Stufen an.

Die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna, sprach heute von einer „Verweigerungshaltung“ der in der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände zusammengeschlossenen Arbeitgeber. Die For­de­run­­gen nach „Begrenzung von Diensten“ und „mehr Planungssicherheit“ seien eine „elementare Vor­aus­set­zung für gute Arbeitsbedingungen“. Die Beschäftigten dürften dies „erwarten“.

Nach früheren Angaben der Gewerkschaft waren Warnstreikaktionen an rund 460 Kliniken bundesweit geplant. Planbare Eingriffe sollten demnach an den betroffenen Krankenhäusern heute in der Regel nicht stattfinden. Notdienste waren allerdings gewährleistet. © afp/aerzteblatt.de

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