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Ärzteschaft

Coronabonus: Medizinische Fachangestellte nicht außen vor lassen

Donnerstag, 31. März 2022

/picture alliance, ERZ-Foto, Georg Ulrich Dostmann

Berlin – Man bekräftige weiterhin die Forderung, auch für die Medizinischen Fachangestellten (MFA) einen Coronabonus vorzusehen, erklärte heute Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassen­ärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

„Es ist richtig, wenn die Bundesregierung einen solchen Bonus den Pflegekräften zuspricht, aber es ist und bleibt falsch, die MFA hier außen vor zu lassen“, so Gassen. Ein Coronabonus würde auch ein starkes Zeichen des Respekts und der Anerkennung der Politik für die enormen Leistungen der Praxisteams darstellen, sagte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Stephan Hofmeister.

„Viele Kolleginnen und Kollegen zahlen selbst Coronaboni an ihre Teams. Es wäre folgerichtig, wenn die Politik zumindest solche Zahlungen von Arbeitgebern an ihre Beschäftigten von der Steuer befreien würde“, forderten Gassen und Hofmeister.

Als „unzureichend“ kritisiert der Arbeitskreis „Ambulante Versorgung“ im Hartmannbund den Kabinetts­beschluss zum Coronabonus für Pflegekräfte. Mit Blick auf die anhaltenden Herausforderungen zur Be­wäl­tigung der Coronapandemie sei mehr Respekt vor den in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erbrachten Leistungen einzufordern.

Durch Politik und Medien werde regelmäßig – aktuell zum Beispiel mit Hinweis auf den durch Omikron bedingten Personalmangel – auf die schwierige Situation in den Krankenhäusern hingewiesen, so der Arbeitskreis des Hartmannbundes. Die Krankenhausgesellschaften forderten sehr selbstbewusst finan­zielle Entschädigung für Verluste durch nicht stattgefundene Operationen und andere Behandlungen. Auch der nun vom Kabinett beschlossene Coronabonus für Pflegekräfte stehe immer wieder im Mittel­punkt von Forderungen.

„Das ist völlig in Ordnung, aber mit dem gleichen Recht und dem gleichen Anspruch sollten auch die – ja gleichermaßen betroffenen – niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen gegenüber Politik und Öffent­lichkeit auftreten“, forderten Maren von Appen und Uta Arndt vom Hartmannbund. Deren Engagement finde nämlich weder in der öffentlichen Wahrnehmung, noch in Form finanzieller Unterstützung durch die Politik angemessen Anerkennung.

„Beabsichtigte Bonuszahlungen an die MFAs verpuffen, da sie nicht abgabenfrei gestellt wurden. Der Verweis auf die steuerfreien Coronabeihilfen ist ein Hohn, da diese oft bereits 2020 ausgeschöpft wur­den. Weil die meisten Praxen nicht ohne die hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter funktio­nieren, müssen diese als fester Bestandteil der ambulanten Versorgung im niedergelassenen Bereich eben­falls mit anerkannt und honoriert werden“, forderte der Arbeitskreis-Vorsitzende Marco-Johannes Hensel. © EB/aha/aerzteblatt.de

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