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Apobank will Transformation weiter umsetzen

Donnerstag, 7. April 2022

/dpa

Düsseldorf – Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) will im kommenden Jahr ihre Transfor­mationsagenda weiter umsetzen. Matthias Schellenberg, Vorsitzender des Apobank-Vorstands, betonte heute, vorrangiges Ziel sei es, die Kundenzufriedenheit wieder zu verbessern.

Darüber hinaus möchte die Bank ihr Kostenniveau reduzieren sowie die Funktionalitäten der IT-Systeme und der Anwendungen im Kundengeschäft kontinuierlich verbessern.

„Die umfassende Beratung von Ärzten und Apothekern in Finanzierungsfragen, insbesondere rund um die Existenzgründung, den Vermögensaufbau und die Vorsorge, sind der Nukleus unseres Geschäfts“, sagte Schellenberg.

Diesen werde man stetig ausbauen und hierfür in diesem Jahr auch ein duales Betreuungsmodell einfüh­ren, in dem ein Berater durch alle Lebensphasen hinweg zentraler Ansprechpartner der Privatkunden bleiben soll und für besondere Fragestellungen Spezialisten hinzuzieht.

„Nach zwei Jahren, in denen wir ihnen Einiges zugemutet haben, müssen wir das Vertrauen unserer Kun­dinnen und Kunden zurückgewinnen und ihre Zufriedenheit mit der Apobank wieder verbessern“, erklärte Schellenberg.

Die Apobank hatte 2020 ihr Kernbanksystem vom genossenschaftlichen Anbie­ter Fiducia auf die Soft­ware des Schweizer Finanzdienstleisters Avaloq umgestellt. Damit wollte man den Anforderungen als Spezialinstitut im Gesundheitsmarkt und als EZB-beaufsichtigte Bank Rechnung tragen, hieß es. In der Folge des IT-Wechsels kam es allerdings zu erheblichen Problemen und Ausfällen, die zum Teil lange andauerten.

Die Prioritäten lägen künftig bei den Optimierungen auf den Organisationseinheiten der Zentrale, den Führungsstrukturen im Ver­trieb sowie den Marktfolgeeinheiten, erläuterte Schellenberg. Letztere sollen noch passgenauer auf die Finanzierungsbedürfnisse der heilberuflichen Kunden ausgerichtet werden.

Diese Maßnahmen werde man im Rahmen der Transformationsagenda in den nächsten Monaten ange­hen, weiter ausarbeiten, priorisieren und dann konsequent abarbeiten, sagte Schellenberg.

Zudem wolle man künftig bei wichtigen Anwendungen und neuen Produkten die Kunden eng in die Entwicklung einbinden. Daher sei ein Kundenbeirat eingerichtet worden, der in diesem Jahr auf bis zu 200 Teilnehmer anwachsen soll.

Schellenberg verwies auch auf die Nachhaltigkeitsstrategie der Apobank – diese werde er gemeinsam mit dem Vorstandsteam konsequent vorantreiben. Bis 2045 wolle man über alle Geschäftsaktivitäten hinweg klimaneutral sein.

Bezüglich der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021 sagte Schellenberg, innerhalb der besonderen Rahmenbedingungen sowohl des Gesundheitswesens als auch des Bankensektors habe man sich „gut geschlagen“.

Laut den vorgelegten Zahlen hat die Apobank 2021 mit einem stabilen Jahresüberschuss abgeschlossen. Dieser betrug 65,4 Millionen Euro gegenüber 65,3 Millionen Euro im Jahr 2020. Aufgrund ihres fokus­sierten Geschäftsmodells erwartet die Apobank eine insgesamt positive Ergebnisentwicklung für 2022.

Allerdings würden die Unwägbarkeiten angesichts des Ukraine-Krieges und dessen Auswirkungen auf die Finanz- und Kapitalmärkte die Prognosegenauigkeit erschweren. „Die Rahmenbedingungen sind alles andere als freundlicher geworden“, betonte Vorstandsmitglied Holger Wessling.

Bezugnehmend auf die Vertreterversammlung der Apobank Ende April und dort unter Umständen erfol­gende personelle Umstrukturierungen des Aufsichtsrates sagte Schellenberg, die künftige Zusammen­setzung des Aufsichtsrates werde er nicht kommentieren. Entsprechende Personalfragen und Fragen der Fachlichkeit werde das Gremium der Vertreterversammlung regeln. © aha/aerzteblatt.de

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